Mit Einführung des Pflegeberufegesetzes bestand für eine Übergangszeit noch die Möglichkeit, neben dem generalistischen Abschluss zur Pflegefachperson sich zum Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*in ausbilden zu lassen. Mit den Zahlen aus 2025 sollte eine Evaluation erfolgen. Leider haben aber aus organisatorischen Gründen viele Häuser diesen Abschluss nicht mehr angeboten. Das führt nun bei dieser Evaluation zwangsläufig zu einem verzerrten Bild über die tatsächlichen Bedarfe – zum Nachteil der Kinderkliniken.
Als Haus der Maximalversorgung, mit einer großen Kinderklinik, einschließlich eines der größten Level 1 Perinatalzentren in Deutschland, sehen wir auch zukünftig den Bedarf für grundständig ausgebildete Gesundheits- und Kinderkrankenpflegefachkräfte.
Wir möchte uns deshalb für den Erhalt dieser Ausbildung einsetzen. Unterstützen Sie uns dabei, indem Sie nachfolgende Petition mitzeichnen:
Mit der Bundestagspetition Nr. 185291 rückt ein zentrales Anliegen für die Zukunft der pädiatrischen Versorgung in den Fokus: Das Wahlrecht nach §59 Pflegeberufegesetz zur Spezialisierung in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege soll dauerhaft erhalten bleiben. Nur so bleibt die qualifizierte Ausbildung für die Pflege von Kindern und Jugendlichen gesichert.
Die Petition wurde von Pauline Hense (BeKD e.V.), Ricarda Tamme (GKinD e.V.) und Julia Venzke (BeKD e.V.) eingereicht.
Kinder kommen in der Pflegeausbildung zu kurz
Der Pflegenotstand trifft die jüngsten Patientinnen und Patienten besonders hart. Bereits heute fehlen in der stationären Kinder- und Jugendmedizin inklusive Kinderchirurgie über 6.500 Fachkräfte.
Obwohl die generalistische Pflegeausbildung breiter aufgestellt wurde, ist die pädiatrische Pflege in Theorie und Praxis massiv unterrepräsentiert: Während in der Altenpflege hunderte Pflichtstunden vorgesehen sind, umfasst der Einsatz in der Kinderkrankenpflege oft nur 60 bis 120 Stunden – häufig nicht einmal in einem Kinderkrankenhaus, sondern beispielsweise in besonderen Kindertagesstätten (z.B. teilintegrative Kitas).
In so kurzer Zeit lassen sich weder die notwendige fachliche Expertise noch die besonderen kommunikativen und emotionalen Kompetenzen für die Arbeit mit kranken Kindern und ihren Familien erwerben.
Fehlendes Angebot erschwert Spezialisierung
Viele Pflegeschulen bieten das gesetzlich vorgesehene Wahlrecht zur Spezialisierung aus organisatorischen Gründen kaum an. Dadurch wird zahlreichen Auszubildenden der Zugang zum Abschluss in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege erschwert oder sogar verwehrt. Sollte diese Entwicklung nicht gestoppt werden, droht eine weitere Verschlechterung der Versorgungslage in der Pädiatrie – mit schwerwiegenden Folgen für Kinder, Eltern und das gesamte Gesundheitssystem.
Spezialisierung in der Kinderkrankenpflege erhalten
Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Die Petition setzt deshalb ein starkes Signal: Die Möglichkeit zur Spezialisierung muss erhalten bleiben, damit auch in Zukunft ausreichend qualifizierte Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und -pfleger ausgebildet werden können. Nur so ist es möglich, den besonderen Anforderungen dieser Patientengruppe gerecht zu werden.
Jetzt aktiv werden und Petition unterzeichnen!
Bitte helfen Sie mit, die Kinderkrankenpflege zu erhalten, indem Sie die Petition jetzt unterstützen. Jede Stimme zählt, um politische Entscheidungen im Sinne der Kinder zu ermöglichen. Die Petition Nr. 185291 ist ab sofort auf der Plattform des Deutschen Bundestages verfügbar. Die Unterschrift ist nur bis zum 19.1.2026 möglich. Für das Erreichen des Quorums werden mindestens 30.000 Unterschriften benötigt.
Online unterzeichnen
Oder scannen Sie für Ihre Teilnahme den QR-Code

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!



