12.04.2019 - Ausgerenkte Hüfte: Samina aus Afghanistan im Klinikum Dortmund erfolgreich operiert

Ein Bein vier Zentimeter kürzer als das andere: Die vierjährige Samina aus Afghanistan wurde aufgrund eines ausgerenkten Hüftgelenks in der Kinderorthopädie im Klinikum Dortmund operiert. Der Hüftkopf der kleinen Patienten saß nicht mehr wie vorgesehen in der Hüftgelenkspfanne. Die Folge: Das rechte Bein von Samina war nicht nur kürzer, sondern wurde auch deutlich mehr belastet. Dr. Karin Rosery und Dr. Matthias Manig, Oberärzte in der Klinik für Orthopädie im Klinikum Dortmund, behoben in einer OP die angeborene Fehlstellung. Finanziert wurden Transport und Eingriff von den beiden Hilfsorganisationen „Kinder brauchen uns“ e.V. (KBU) und Löwenherz e.V.

 

 


 

Mehrere Schrauben, eine Platte und ein Draht fixieren nun das korrigierte Hüftgelenk der Vierjährigen. „Samina schlägt sich wirklich tapfer. Wir sind optimistisch, dass sie Anfang Mai schon wieder auf den Beinen stehen und die ersten Schritte wagen kann“, so Dr. Manig. Der Becken-Bein-Gips, den die kleine Patientin insgesamt acht Wochen tragen muss, wurde nun gewechselt. Klaus Bullmann und Rolf Neumann von Löwenherz e.V. sind dazu persönlich ins Klinikum gekommen und haben sich nach Samina erkundigt. 

 

In Afghanistan wohnt Samina mit ihren Eltern und mehreren Geschwistern in einem kleinen Dorf in der Nähe von Kabul. Dort ist Markus Dewender von KBU auf das Mädchen aufmerksam geworden und hat sie an die Kinderorthopädie im Klinikum Dortmund vermittelt. Schon rund 700 Kinder wurden von KBU nach Deutschland geholt. Diese leiden an Krankheiten, welche in Kabul aufgrund der schlechten medizinischen Versorgung nicht behandelt werden können.

 

Hier in Deutschland hat sich die Vierjährige bei ihrer Pflegefamilie bereits eingelebt. „Sie ist ein sehr aufgewecktes Kind. Ich lerne ihre Sprache, sie lernt meine – so sprechen wir einen Mix aus Türkisch, Afghanisch und Deutsch“, so Selda Keskin. „Ich habe mich direkt gemeldet, als eine Bleibe für Samina gesucht wurde. Mir war egal, was sie hat, ich wollte einfach helfen“, so die dreifache Mutter.

 

 

(Von Annika Haarhaus, Volontärin der Unternehmenskommunikation)

 

 

 

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