Corona- und Grippezeit: Blutspende des Klinikums befürchtet Mangel

Schnupfen, Halsschmerzen, Fieber und Schüttelfrost: Die Grippe zeigt sich oft mit einer Vielzahl an Symptomen und kann Betroffene für längere Zeit beeinträchtigen. Die aktuelle Pandemie kommt auch in diesem Jahr wieder erschwerend hinzu. Daher warnt die Blutspende des Klinikums Dortmund vor einem möglichen Engpass in wenigen Wochen. „Noch geht es uns einigermaßen gut“, sagt Priv.-Doz. Dr. Uwe Cassens, Direktor des Instituts für Transfusionsmedizin im Klinikum Dortmund. „Aber vor allem angesichts der anstehenden Grippesaison blicken wir dem Herbst mit gemischten Gefühlen entgegen.“

Traditionell habe man in der kalten Jahreszeit aufgrund von Erkältung und Grippe eh schon einen geringeren Blutbestand als üblich, so Priv.-Doz. Dr. Cassens. „In diesem Jahr geht man zusätzlich davon aus, dass es deutlich früher und deutlich mehr Grippefälle geben wird. Das bedeutet natürlich, dass viel weniger Menschen für eine Blutspende infrage kommen“, erklärt Priv.-Doz. Dr. Cassens. Es bestehe aber weder für Spender:innen noch für Patient:innen ein erhöhtes Risiko: Vor jeder Blutspende finde eine ärztliche Untersuchung statt. Ausreichend Abstand zwischen den Liegen, Maskenpflicht und eine begrenzte Personenanzahl sorgen für zusätzliche Sicherheit, so Priv.-Doz. Dr. Cassens.

 

Bei Erkältungssymptomen besser zuhause bleiben

 

Dennoch sollte jeder, der Erkältungssymptome aufweist, vorsorglich zuhause bleiben – und das nicht nur wegen Covid-19: Personen, die eine Blutspende empfangen, sind durch einen vorausgegangenen Blutverlust (beispielsweise wegen eines Unfalls oder einer Operation) geschwächt. Erhalten die Betroffenen in diesem Zustand Blut, in dem sich grippale Krankheitserreger befinden, kann dies den Genesungsprozess nicht nur beeinträchtigen, sondern stark gefährden und zu schweren Komplikationen führen. „Um solche Risiken auszuschließen, sollte man nach einem fieberhaften Infekt vier Wochen warten, bis man wieder zu uns kommt“, so Priv.-Doz. Dr. Cassens. Nach einer Erkältung ohne Fieber hingegen sei eine Spende bereits sieben Tage nach Genesung wieder möglich.

 

Finanzielle Aufwandsentschädigung für jede Spende

 

Die Blutspende freut sich über alle gesunden Spender:innen, die in die Alexanderstraße kommen. Für jede Spende wird eine Aufwandsentschädigung gewährt (Vollblut 20 Euro, Plasma 25 Euro). Spenden können alle Erwachsenen ohne relevante Vorerkrankungen zwischen 18 und 68 Jahren (Neuspender:innen bis zu 60 Jahren), die über 50 kg wiegen. Weitere Informationen und Terminvereinbarungen: www.blutspendedo.de oder Tel. 0231 953-19999

 

Die Spendezeiten in der BlutspendeDO:
montags und freitags: 8–15 Uhr

dienstags bis donnerstags: 8–19 Uhr

samstags (nur mit Termin): 8–14 Uhr

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Matthias Lackmann (verantwortlich)
Beurhausstraße 40
44137 Dortmund

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