14.05.2014 - Darmkrebs-Spezialisten in Dortmund informieren über Diagnostik und Therapien

Darmkrebs ist heilbar. Wird er in seiner Frühphase während einer Darmspiegelung (Koloskopie) erkannt, liegen die Heilungschancen bei nahezu 100 Prozent. Hat der Krebs ein mittleres Stadium erreicht, sind die Chancen bei 60 bis 80 Prozent. Und selbst im fortgeschrittenen Stadium ist eine Heilung in bis zu 50 Prozent der Fälle möglich. Dennoch ist es Jahr für Jahr nötig, auf die Vorsorge hinzuweisen – so wie am 14.5.2014 im Rahmen der Medizinale. Ab dem 50. Lebensjahr nämlich haben Versicherte den Anspruch darauf, ihren Stuhl per Test auf verstecktes Blut hin untersuchen zu lassen. Ab dem 55. Lebensjahr sollte dann eine Darmspiegelung erfolgen, die immer noch als sicherste Methode gilt, wenn es darum geht, Darmkrebs zu erkennen und zu behandeln. Wer familiär vorbelastet ist, sollte übrigens auch bereits früher zur Koloskopie gehen.


Blut im Stuhl, so Dr. Heinrich Berghaus, niedergelassener Gastroenterologe und Partner des Darmkrebs-Zentrums IntestinoDo im Klinikum Dortmund, sei ein Warnsignal und müsse auf jeden Fall durch einen Gastroenterologen abgeklärt werden. Letztlich sei ein Stuhltest aber keine Alternative zur Darmspiegelung. Auch die virtuelle Darmspiegelung, wie sie Prof. Dr. Stefan Rohde, Direktor der Klinik für Radiologie und Neuroradiologie, im Anschluss an den Vortrag von Dr. Berghaus vorstellte, hat den entscheidenden Nachteil, dass im Falle eines Befundes dieser nicht sofort im gleichen Arbeitsschritt behandelt werden kann. Und: Auch bei der virtuellen Koloskopie müsse der Darm vorab mit einer Trinklösung gereinigt werden, so Prof. Rohde. Dies bleibe dem Patienten also so oder so nicht erspart. Hinzu komme, dass kleine oder besonders flache Polypen als Vorstufe eines Tumors manchmal im CT-Bild übersehen werden können.

 

Neue Therapieansätze "hungern" den Tumor aus

Wurde ein Tumor festgestellt und kann dieser aufgrund seiner Größe nicht mehr durch den niedergelassenen Arzt problemlos entfernt werden, gibt es zusätzlich zur Operation inzwischen neue, vielversprechende Ansätze. Tumore haben nämlich einen hohen Umsatz an Nährstoffen, da sie meist sehr schnell wachsen. Zielgerichtete, personalisierte Krebs-Therapien machen sich genau das zu Nutze: Sie "hungern" den Tumor aus, wie Prof. Dr. Michael Heike, Direktor der Klinik für Gastroenterologie, Hämatologie und internistische Onkologie und Endokrinologie, erläuterte. Diese Therapien seien sehr vielversprechend und können eine wirksame Ergänzung zur Chemo-Therapie sein.

 

Dickdarmteil sollte großzügig entfernt werden

Die effektivste Therapie – auch bei fortgeschrittenen Stadien des Darmkrebses – ist und bleibt immer noch die operative Therapie. Hierzu muss der betroffene Teil des Dickdarms großzügig mit all seinen Blutgefäßen und Lymphknoten entfernt werden, um jegliches Risiko eines wiederholten Auftretens des Tumors zu vermeiden. Priv.-Doz. Dr. Mark Hartel, Direktor der Klinik für Chirurgie, gab jedoch Entwarnung: Der Mensch könne durchaus mit einem Rest-Dickdarm weitgehend beschwerdefrei leben. Der Dickdarm dickt, wie der Name schon sagt, den Stuhl nur ein und entzieht ihm dabei hauptsächlich Wasser. Für die Nährstoffaufnahme ist der Dünndarm verantwortlich.

 

ILCO berät als Selbsthilfegruppe betroffene Patienten

Die Angst vor einem künstlichen Darmausgang sei in vielen Fällen unbegründet, so Priv.-Doz. Dr. Hartel. Je nach Lage des Tumors könne man heutzutage so operieren, dass der Schließmuskel erhalten bleibe. Nur in Einzelfällen müsse ein Stoma (künstlicher Ausgang) gelegt werden. Wie es sich mit einem solchen Ausgang lebt, konnten die Zuhörer der Vorträge dann von der ILCO-Selbsthilfegruppe erfahren, die einen Stand aufgebaut hatte.

 

 

Marc Raschke
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