Innovative Therapie ermöglicht eine bis zu 8000-fach höhere, lokale Wirkung der Chemo

Hautkrebs-Patientin (86) durch Elektro-Chemo das Leben gerettet

Dass Gertrud Narowski noch so munter auf dem Stuhl Platz nimmt, grenzt sowohl für ihren Hausarzt als auch für ihren Hautarzt an ein Wunder. Die 86-Jährige hat einen Tumor am Knöchel besiegt, der nach medizinischen Maßstäben eigentlich nicht mehr wirklich vielversprechend therapiert werden konnte. Die Patientin hatte Absiedelungen des <link www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/hautkrebs/malignes-melanom-schwarzer-hautkrebs.html _blank>schwarzen Hautkrebses</link>, eines besonders aggressiven Tumors, die Heilung war nahezu aussichtslos. Doch Spezialisten der Hautklinik im Klinikum Dortmund haben das Blatt wenden können, in dem sie die gebürtige Hombrucherin mit einem Gerät behandelt haben, dessen Aufsatz im ersten Moment an eine kleine Draht-Haarbürste erinnert. Sieben feine Nadeln ragen hervor, mit denen die Hautspezialisten direkt in das Tumorgewebe einstechen. Dort wird zwischen den Nadeln ein elektrisches Spannungsfeld erzeugt. Dies dient zur Vorbereitung auf die eigentliche Chemotherapie, die nun mit einer um 80- bis zu 8000-fach erhöhten Wirkung vor Ort im Gewebe wirken kann.

„Die Tumorzellen werden aufgrund der elektrischen Spannung geöffnet, so dass das verabreichte Chemotherapeutikum besser in die Tumorzellen eindringen kann“, erklärt Dr. Pia Dücker, Oberärztin der <link 13>Hautklinik </link>im Klinikum Dortmund. Die Substanz kann also gezielt einwirken und erreicht so deutlich höhere Wirkspiegel im Tumor als Chemotherapien, die über den ganzen Körper wirken. „Wir können also lokal begrenzt vorgehen, ohne weitere Schäden im Körper anzurichten“, sagt Dr. Dücker.

Eine Elektro-Chemotherapie, wie sie bei dem 3 x 4 cm großen, nicht klar im Gewebe abgegrenzten und damit nicht operablen Tumor von Gertrud Narowski angewandt wurde, gibt es bundesweit nur an ganz vereinzelten Zentren. Die Therapie ist recht aufwendig und wird unter Kurznarkose durchgeführt, da die elektrische Spannung, die die Nadeln im Tumor erzeugen, vereinzelt benachbarte Muskeln während der Behandlung beeinflussen kann. „Mit der Elektro-Chemotherapie können wir selbst Tumorknoten behandeln, die mandarinengroß sind“, erklärt Dr. Dücker. Neben Geschwülsten der Haut kann diese spezielle Form der Therapie auch bei Tumoren im gynäkologischen oder HNO-Bereich eingesetzt werden. „Vorbei ist damit die Zeit, in der Patienten hilflos zusehen mussten, wie der Tumor in ihrer Haut wächst. Wir können nun aktiv etwas gegen die Geschwulst tun und schaffen so für die Betroffenen wieder deutlich mehr Lebensqualität“, sagt Dr. Dücker.

Entsprechend froh und dankbar ist Gertrud Narowski. Ihr Hausarzt, sagt sie, habe ihr neulich erst noch gesagt, dass er noch keine so tapfere Frau gesehen habe wie sie. „Ich kann nur sagen: Nie den Kopf in den Sand stecken, nie zu spät zum Arzt gehen“, appelliert die 86-Jährige, die sich ihren Lebensmut nie hat abringen lassen. Sie, die vor der Behandlung im Klinikum Dortmund nahezu chancenlos war, freut sich nun wieder auf den Frühling: „Ich möchte doch noch Blumenwiesen sehen.“

Kontakt zur <link 13>Hautklinik</link>.


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