20.11.2018 - Mit beiden Beinen fest auf dem Boden: Roqaya aus Afghanistan wagt erste Schritte nach OP

Die ersten Schritte sind noch etwas holprig, doch dann geht sie schon sicher über den Flur der Orthopädischen Ambulanz: Die kleine Roqaya aus Afghanistan wurde im September im Klinikum Dortmund operiert. Aufgrund einer angeborenen Hüftgelenksdysplasie war ihre Hüftpfanne zu kurz und der Gelenkkopf rutschte beim Wachstum aus der Pfanne heraus. Nachdem die Sechsjährige zehn Wochen lang nicht laufen durfte, hat sie nun die ersten Schritte gewagt – und das klappte sehr gut. Begleitet wurde Roqaya dabei von Dr. Katrin Rosery, Oberärztin der Kinderorthopädie im Klinikum Dortmund und von ihrer Pflegemutter. Auch ein WDR-Team war vor Ort, um die ersten Schritte der kleinen Afghanin festzuhalten. Der Sendetermin dafür ist voraussichtlich der 26.11.2018 um 19:30 Uhr in der Lokalzeit aus Dortmund.


„Zuerst war ich noch etwas skeptisch, aber als Roqaya dann einfach los marschiert ist, hat sie alle Erwartungen übertroffen“, so Dr. Rosery. Jetzt steht für die Sechsjährige noch Physiotherapie an, denn die Muskeln im Bein müssen erst wieder aufgebaut werden. Trotzdem ist jetzt schon ein großer Schritt geschafft. „Das Röntgenbild von Roqaya sieht wirklich toll aus. Die Knochen sind sehr gut zusammengewachsen und es ist alles gut verheilt“, erklärt Dr. Rosery. Die Oberärztin hat zusammen mit Dr. med. André-Ramin Zahedi, leitender Oberarzt der Orthopädie, die Korrektur der Fehlstellung durchgeführt.

 

Geplant ist, dass die kleine Afghanin Anfang März wieder nach Hause zurück fliegen kann. „Es ist sinnvoll, dass Roqaya über den Winter noch hier bleibt. Damit sie sich ganz auf die Genesung konzentrieren kann“, so Markus Dewender von „Kinder brauchen uns e.V. (KBU)“. Die Hilfsorganisation hat zusammen mit Löwenherz e.V. Roqayas Operation finanziell möglich gemacht. Ende nächsten Jahres kommt die Sechsjährige noch einmal ins Klinikum. Dann werden die acht Schrauben und die Platte, mit welchen das Hüftgelenk bis jetzt noch fixiert ist, von den Ärzten wieder herausgenommen.


 
(Von Annika Haarhaus, Volontärin der Unternehmenskommunikation)

 

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