17.07.2015 - Wieder atmen lernen: Lungen-Spezialisten erhalten zwei zusätzliche „Weaning“-Betten

Wenn die Lunge schwer erkrankt, müssen Patienten auf die Intensivstation und dort künstlich beatmet werden. Maschinen übernehmen dann die Sauerstoffversorgung des Körpers und gewährleisten so, dass sich die Lunge langsam erholen kann. Das wiederum hat aber zur Folge, dass Patienten nach erfolgreicher Therapie erst wieder lernen müssen, selbstständig zu atmen. Dies geschieht in so genannten „Weaning-Betten“ (Entwöhnungs-Betten). Zwei dieser Spezialbetten erhalten die Lungenspezialisten des Klinikums Dortmund auf der Station ND 1 jetzt im Klinikzentrum Nord.


Wenn die Lunge schwer erkrankt, müssen Patienten auf die Intensivstation und dort künstlich beatmet werden. Maschinen übernehmen dann die Sauerstoffversorgung des Körpers und gewährleisten so, dass sich die Lunge langsam erholen kann. Das wiederum hat aber zur Folge, dass Patienten nach erfolgreicher Therapie erst wieder lernen müssen, selbstständig zu atmen. Dies geschieht in so genannten „Weaning-Betten“ (Entwöhnungs-Betten). Zwei dieser Spezialbetten erhalten die Lungenspezialisten des Klinikums Dortmund auf der Station ND 1 jetzt im Klinikzentrum Nord.

 

„Wir entwöhnen in diesen Betten Patienten quasi von dem Beatmungsgerät. Das ist ein sehr anspruchsvoller Vorgang, der über Tage oder sogar Wochen gehen kann, je nach dem, wie lange ein Patient vorher künstlich beatmet wurde“, erklärt Priv.-Doz. Dr. Bernhard Schaaf, Direktor der Klinik für Pneumologie, Infektiologie und Internistische Intensivmedizin. Im Wesentlichen geht es nämlich darum, die über die letzten Wochen erschlaffte Atemmuskulatur langsam wieder aufzubauen. „Das ist so ähnlich wie bei einem Gipsbein: Je länger man den Gips trägt und damit das Bein schont, desto mehr baut die Muskulatur des Beines ab“, vergleicht Dr. Werner Meermeier, Oberarzt in der Pneumologie des Klinikums.

 

Eigenatmung schrittweise trainieren

Würde man das Beatmungsgerät vorschnell abschalten, bekäme der Patient aufgrund der geschwächten Atemmuskulatur akut Luftnot und Stress. Der Kohlendioxid-Anteil im Blut stiege an, der Puls würde rasen. „Die Panik würde dann sogar noch verstärkt, wenn die Patienten registrieren, dass um sie herum Maschinen laufen, die sie am Leben erhalten“, erklärt Priv.-Doz. Dr. Schaaf. Deshalb kommt es sehr auf die Expertise der behandelnden Ärzte und des Pflegepersonals an zu erkennen, wie viel Eigenatmung sie dem jeweiligen Patienten schrittweise zutrauen können. Dies geschieht nach einem ausgeklügelten Konzept, in dem die Weaning-Betten eine besondere Rolle spielen.

 

"Weaning-Betten" in Wohlfühlatmosphäre

Studien haben nämlich gezeigt, dass der Weaning-Prozess dann besonders günstig verläuft, wenn er in einem sehr ruhigen Umfeld geschieht. Weaning-Betten stehen deshalb auch in Räumen, die auf den ersten Blick nicht an die Amtosphäre einer Intensivstation mit ihren Maschinengeräuschen erinnern. Sie sind nahezu wohnlich eingerichtet und vermitteln Geborgenheit und Vertrauen. „Wir müssen die Patienten schließlich dazu ermutigen, wieder auf die eigene Atmung zu vertrauen“, erklärt Oberarzt Meermeier.

 

In der Regel sind die Patienten rund 14 Tage in solchen Weaning-Betten. „Wenn dann der Zustand stabil ist und die Patienten wieder eigenständig atmen, können sie auf eine normale Station verlegt oder in die Reha entlassen werden“, erklärt Priv.-Doz. Dr. Schaaf.

 

 

Patientenkontakt

Ihre Experten für Lungenerkrankungen:

Priv.-Doz. Dr. Bernhard Schaaf
Direktor der Klinik für Pneumologie, Infektiologie und Internistische Intensivmedizin

Dr. Werner Meermeier
Oberarzt der Klinik für Pneumologie, Infektiologie und Internistische Intensivmedizin

Klinikum Dortmund gGmbH
Klinik für Pneumologie, Infektiologie und Internistische Intensivmedizin
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44145 Dortmund

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