Podcast: Parkinson früh erkennen und individuell behandeln

Prof. Dr. Gisa Ellrichmann-Wilms im Gespräch mit Podcaster Sascha Staat.

Parkinson wird oft erst spät erkannt – dabei können frühe Anzeichen entscheidend sein. In der neuen Folge von "Medizin am Mikrofon" erklärt Prof. Dr. Gisa Ellrichmann-Wilms, welche Symptome häufig übersehen werden und wie moderne Therapien Betroffenen helfen, lange selbstständig zu bleiben.

Im Gespräch mit Podcaster Sascha Staat erklärt Prof. Dr. Gisa Ellrichmann-Wilms, Direktorin der Klinik für Neurologie am Klinikum Dortmund, warum Parkinson weit mehr ist als Zittern. Kennzeichnend sind weitere Symptome – etwa verlangsamte Bewegungen, Muskelsteife, verminderte Mimik oder Schluckstörungen. Nicht-motorische Beschwerden wie Schlafprobleme, Verdauungsprobleme oder ein nachlassender Geruchssinn können früh auftreten.

Die Erkrankung lässt sie sich heute in vielen Fällen über Jahre gut behandeln, sodass Betroffene lange selbstständig leben können. "Wir können medikamentös sehr viel tun, um den Alltag leichter zu machen – wichtige Säulen der Behandlung sind jedoch zusätzlich u.a. Bewegung, Koordinations-, Kraft- und Ausdauertraining, Dehnung, Ernährung", sagt Ellrichmann-Wilms.

Erste Anzeichen meist schleichend

Parkinson tritt überwiegend im höheren Lebensalter auf, entsprechend steigt die Zahl der Betroffenen. Ursächlich ist ein fortschreitender Verlust von Nervenzellen im Gehirn, die den Botenstoff Dopamin produzieren. Dieser Mangel beeinflusst die Steuerung von Bewegungen und andere Funktionen im Körper. Erste Anzeichen entwickeln sich meist schleichend und werden oft erst spät richtig eingeordnet. Zwischen ersten Symptomen und Diagnose können mehrere Jahre liegen.

Der Verlauf ist individuell sehr unterschiedlich. Neben den klassischen Bewegungsstörungen können im späteren Stadium auch kognitive Einschränkungen auftreten. Gezieltes ‚Gehirnjogging‘, soziale Kontakte, Unternehmungen, Tanzen, Tischtennis, Musik, Singen und vieles mehr wirkt vorbeugend.

Spezialisierte Behandlungsprogramme

Welche Therapieoptionen heute zur Verfügung stehen – von Medikamenten über spezialisierte Behandlungsprogramme bis hin zu komplexen, digital unterstützten Therapiekonzepten (Apps, Virtual Reality) – und warum eine frühe Diagnose so wichtig ist, erläutert Prof. Ellrichmann-Wilms im Podcast.

Ihr Fazit: "Auch wenn wir nicht heilen können, so können wir doch für jeden eine individuell abgestimmte Therapie entwickeln."

Jetzt reinhören in die neue Folge von "Medizin am Mikrofon" bei Spotify oder auf Youtube.

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Matthias Lackmann (verantwortlich)
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