Klinikum der Universität Witten / Herdecke

Schwerpunkt
Parkinson & Bewegungsstörungen

Die Parkinson-Krankheit ist eine der häufigsten neurologischen Bewegungsstörungen. Sie entwickelt sich meist schleichend und beeinflusst vor allem die Beweglichkeit, aber auch Mimik, Sprache und Alltag. Durch moderne Diagnostik und individuell abgestimmte Therapien kann der Krankheitsverlauf positiv beeinflusst und die Lebensqualität deutlich verbessert werden.

Symptome

Die Beschwerden bei Parkinson können unterschiedlich stark ausgeprägt sein und entwickeln sich oft langsam. Typische Anzeichen sind:

  • Zittern (Tremor): meist in Ruhe, häufig beginnend an einer Hand
  • Muskelsteifigkeit (Rigor): Bewegungen wirken starr und angespannt
  • Bewegungsverlangsamung (Bradykinese): alltägliche Bewegungen fallen zunehmend schwerer
  • Unsicherer Gang: kleine Schritte, vermindertes Mitschwingen der Arme, erhöhte Sturzgefahr
  • Leise und monotone Sprache: die Stimme wird schwächer und weniger ausdrucksstark
  • Eingeschränkte Mimik: das Gesicht wirkt oft weniger lebendig („Maskengesicht“)

Diagnostik

Die Diagnose der Parkinson-Krankheit erfolgt vor allem klinisch, also durch eine sorgfältige ärztliche Untersuchung. Ergänzend kommen moderne Verfahren zum Einsatz:

  • Neurologische Untersuchung: Erfassung typischer Bewegungsstörungen und Symptome
  • Bildgebung (MRT): zum Ausschluss anderer Ursachen
  • Motorische Tests: standardisierte Verfahren zur Beurteilung von Beweglichkeit und Krankheitsverlauf

Therapie

Die Behandlung der Parkinson-Krankheit ist individuell und orientiert sich an den Beschwerden und dem Krankheitsstadium. Ziel ist es, Symptome zu lindern und die Selbstständigkeit möglichst lange zu erhalten.

  • Medikamentöse Therapie:
    Medikamente verbessern die Wirkung des Botenstoffs Dopamin im Gehirn und können die Beweglichkeit deutlich steigern.
  • Parkinson-Komplexbehandlung:
    Ein spezialisiertes, stationäres Therapieprogramm, bei dem verschiedene Fachbereiche eng zusammenarbeiten. Dazu gehören:
    • Physiotherapie
    • Ergotherapie
    • Logopädie
    • Ernährungsberatung
    • Neuropsychologische Betreuung
  • Tiefe Hirnstimulation:
    Für ausgewählte Patientinnen und Patienten kann eine operative Therapie infrage kommen. Dabei werden gezielt Hirnareale elektrisch stimuliert, um Symptome zu verbessern – in enger Zusammenarbeit mit der Neurochirurgie.
  • Schulungen und Angehörigenberatung:
    Information und Unterstützung im Umgang mit der Erkrankung sind ein wichtiger Bestandteil der Behandlung – sowohl für Betroffene als auch für ihre Angehörigen.

Wir sind gern für Sie da.

In unserer Klinik stehen Sie als Mensch im Mittelpunkt. Wir begleiten Sie mit medizinischer Expertise, moderner Diagnostik und einer Behandlung, die sich an Ihren individuellen Bedürfnissen orientiert. Dabei haben wir ein Ohr für Ihre Fragen, Ihre Sorgen und alles, was Ihnen wichtig ist.

Unser interdisziplinäres Team arbeitet Hand in Hand, um Ihnen eine bestmögliche Versorgung zu bieten – kompetent, verlässlich und mit einem hohen Anspruch an Qualität und Sicherheit. Vom ersten Gespräch bis zur Nachsorge sind wir an Ihrer Seite und unterstützen Sie Schritt für Schritt.

Ihre Ansprechpartner:

  • Prof. Dr. Gisa Ellrichmann-Wilms
  • Dimitrios Petrakogiannis

Tel: +49 231 953-21815
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