Pflegewissenschaft
Professionalisierung der Pflege
Seit der Gründung des Klinikums Dortmund vor 150 Jahren ist Pflege ein unverzichtbarer Bestandteil der Patientenversorgung. Generationen von Pflegenden haben Patientinnen und Patienten begleitet, versorgt und unterstützt. Über diesen langen Zeitraum hinweg hat sich Pflege kontinuierlich verändert von einer überwiegend praktisch geprägten Fürsorgeleistung hin zu einer eigenständigen, wissenschaftlich fundierten Profession mit differenzierten Rollen und wachsender Verantwortung.
In den Anfangsjahren war Pflege vor allem durch praktische Erfahrung, persönliche Hingabe und karitative Motive geprägt und eng mit religiösen und sozialen Institutionen verbunden. Erst im 20. Jahrhundert führten staatliche Anerkennung, verbindliche Ausbildungsstrukturen und gesetzliche Regelungen zu einer schrittweisen Professionalisierung. Mit der Entwicklung der Pflegewissenschaft seit den 80er-Jahren sowie der folgenden Akademisierung der Pflegeausbildung etablierte sich die Pflege zunehmend als eigenständige Disziplin mit spezifischem Erkenntnisinteresse. Ein Meilenstein für das Klinikum Dortmund war die Einrichtung der Pflegewissenschaft als Stabsstelle im Jahr 2002. Sie schuf den organisatorischen Rahmen für wissenschaftliche Reflexion, Qualitätssicherung und -entwicklung, Projektarbeit sowie Innovationen. Seit 2020 ergänzen akademisch qualifizierte Pflegefachpersonen die direkte Versorgung und bringen zusätzliche Kompetenzen unter anderem im klinischen Assessment, in der Pflegeprozessgestaltung und in der Qualitätsentwicklung ein.
Parallel zu dieser Entwicklung zeigt sich die fortschreitende Akademisierung auch im Hebammenwesen. Seit 2020 erfolgt die Ausbildung zur Hebamme in Deutschland ausschließlich über ein Bachelorstudium. Damit wird dieser Gesundheitsberuf konsequent wissenschaftlich fundiert und in das hochschulische Qualifikationssystem integriert.
Seit 1997 wurden schrittweise pflegerische Expertinnen und Experten unter anderem für Ernährungsmanagement, Wund- und Schmerzmanagement, onkologische Pflege sowie Delir- und Demenzversorgung eingeführt. Die partielle Freistellung von Praxisanleiterinnen und -anleitern seit 2020 sichert den Wissenstransfer, die Ausbildungsqualität und eine entsprechend professionelle Begleitung. Qualifikationen wie die Intensiv- oder Notfallpflege und weitere Fachweiterbildungen sichern die Versorgung in hochkomplexen Bereichen.
Heute zeigt sich Pflege am Klinikum Dortmund als Zusammenspiel vielfältiger Qualifikationen, Perspektiven und Rollen.
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Qualitätsentwicklung in der Pflege
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