Maßnahmen zur Patientensicherheit
Die Sicherheit unserer Patientinnen und Patienten hat im Klinikum Dortmund höchste Priorität. In einem Krankenhaus gibt es verschiedene Bereiche, in denen besondere Sorgfalt erforderlich ist, um Risiken zu vermeiden. Deshalb entwickeln wir kontinuierlich Maßnahmen, die dazu beitragen, Behandlungsabläufe sicherer zu gestalten und mögliche Fehlerquellen frühzeitig zu erkennen.
Bei der Aufnahme erhalten unsere Patientinnen und Patienten ein persönliches Armband mit ihren wichtigsten Identifikationsdaten. Dieses ermöglicht es unserem medizinischen Personal, Sie während des gesamten Aufenthalts bei allen Behandlungsschritten eindeutig zu identifizieren – zum Beispiel vor Untersuchungen, bei der Medikamentengabe oder vor einer Operation. So wird das Risiko von Verwechslungen deutlich reduziert.
Vor jeder Operation werden standardisierte Sicherheitsfragen gestellt, beispielsweise zur Identität der Patientin oder des Patienten, zur geplanten Operation sowie zur betroffenen Körperstelle und Seite. Diese sogenannten OP-Sicherheitschecklisten helfen dabei, Eingriffs- oder Seitenverwechslungen zu vermeiden. Auch die Vorbereitung einer Operation wird im Klinikum Dortmund anhand einer strukturierten Prä-OP-Checkliste dokumentiert.
Ein klar geregeltes Notfallversorgungskonzept stellt sicher, dass medizinische Notfälle im gesamten Klinikum jederzeit schnell und durch qualifiziertes Personal versorgt werden können.
Mit unserem internen Berichts- und Lernsystem CIRS (Critical Incident Reporting System) können Mitarbeitende anonymisiert sogenannte Beinahe-Ereignisse oder kritische Situationen melden. Die Auswertung dieser Meldungen hilft uns, mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und Abläufe sowie Strukturen weiter zu verbessern.
Um Verwechslungen bei der Medikamentengabe zu vermeiden, werden Medikamente und Spritzen im Klinikum Dortmund mit einheitlichen Etiketten gekennzeichnet. Diese entsprechen den geltenden DIN-Normen und den Empfehlungen der DIVI.
Für Medikamente, die über eine Magensonde verabreicht werden, nutzen wir spezielle rosafarbene Spritzen. Diese passen nicht auf venöse Zugänge und verhindern so, dass orale Medikamente versehentlich intravenös gegeben werden.
Beim Einkauf von Arzneimitteln achten wir besonders darauf, Verwechslungen durch ähnlich aussehende Verpackungen („Look-alike“) oder ähnlich klingende Wirkstoffnamen („Sound-alike“) zu vermeiden. Dafür verwenden wir eine spezielle Prüfliste, die mögliche Unterscheidungsmerkmale systematisch berücksichtigt.
Große Tablettenspender helfen dabei, die Tagesmedikation übersichtlich zu organisieren. Dadurch wird verhindert, dass Tabletten beispielsweise von einer Tageszeit zur nächsten verrutschen.
Während Untersuchungen oder Operationen achten wir darauf, dass persönliche Gegenstände unserer Patientinnen und Patienten sicher aufbewahrt werden.
Damit persönliche Bereiche eindeutig zugeordnet werden können, sind Möbel und Ablageflächen in unseren Patientenzimmern entsprechend gekennzeichnet. So ist auf einen Blick erkennbar, welcher Schrank oder welche Ablage zu welchem Patientenplatz gehört.