Fibromyalgiesyndrom (FMS)
Das Fibromyalgiesyndrom (FMS) bedeutet wörtlich übersetzt „Faser-Muskel-Schmerz“. Die genaue Ursache ist bislang nicht geklärt. Es handelt sich nicht um eine entzündlich-rheumatische Erkrankung. Obwohl die Schmerzen häufig im Bereich der Muskeln empfunden werden, liegt keine Erkrankung der Muskeln oder Gelenke vor. Daher zeigen sich in der Regel weder auffällige Laborwerte noch Veränderungen im Röntgenbild.
Man spricht von einem „Syndrom“, weil ein typisches Beschwerdebild besteht, jedoch kein eindeutig definiertes Krankheitsbild. Das Fibromyalgiesyndrom ist nicht lebensbedrohlich und führt in der Regel nicht zu dauerhaften Behinderungen.
Diagnose
Um andere Erkrankungen auszuschließen, sind körperliche Untersuchungen, Laboruntersuchungen und gegebenenfalls technische Diagnostik notwendig. Da häufig rheumatische Erkrankungen ausgeschlossen werden müssen, erfolgt die Diagnosestellung oft in rheumatologischen Kliniken oder durch Rheumatologinnen und Rheumatologen.
Therapie
Ziel der Behandlung ist es, die Funktionsfähigkeit im Alltag zu erhalten oder zu verbessern, die Lebensqualität zu steigern und Beschwerden zu lindern. Wichtig ist dabei eine aktive Rolle der Betroffenen. Therapeutinnen und Therapeuten unterstützen dabei, geeignete Maßnahmen zur Selbstbehandlung zu erlernen, etwa Entspannungsübungen oder Bewegungstraining. Auch soziale Kontakte und Hobbys spielen eine wichtige Rolle im Umgang mit der Erkrankung.
Zu den Therapiemöglichkeiten gehören:
- Schulungen zum besseren Umgang mit der Erkrankung
- Niedrig- bis mäßig dosiertes Ausdauertraining (z. B. Walking, Schwimmen, Fahrradfahren, Aquajogging)
- Funktionstraining (Wasser- oder Trockengymnastik)
- Krafttraining kombiniert mit Dehnungsübungen
- Entspannungsverfahren
- Tai Chi, Qi-Gong oder Yoga
- Anpassung der Ernährung
- Begleitende medikamentöse Therapie (bei Bedarf)
- Psychotherapeutische Unterstützung (bei Bedarf)
Ein Großteil dieser Verfahren ist Bestandteil der interdisziplinären multimodalen Schmerztherapie (IMST).