Klinikum der Universität Witten / Herdecke
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Symptome

Das Gleichgewichtssystem verarbeitet Informationen aus Augen, Druckrezeptoren des Körpers, der Halswirbelsäule und dem Gleichgewichtsorgan im Innenohr. Störungen in einem dieser Bereiche führen zu Schwindel. Typisch für Erkrankungen des Innenohrs ist plötzlich einsetzender Drehschwindel, der Sekunden bis Tage anhalten kann. Andere Formen äußern sich als Schwank- oder Liftschwindel. Ursächlich kommen sowohl Erkrankungen des Innenohrs als auch des Nervensystems infrage.

Diagnose

Bei starkem Schwindel erfolgt häufig eine notfallmäßige neurologische Untersuchung, um z. B. einen Schlaganfall auszuschließen, gegebenenfalls ergänzt durch eine CT-Untersuchung. Besteht der Verdacht auf eine Störung des Gleichgewichtsorgans, wird die HNO hinzugezogen. Nach Abklingen der Akutsymptome folgen Hörtests, Gleichgewichtsuntersuchungen und – falls notwendig – neurologische Zusatzdiagnostik. Bei unklaren Fällen wird die Diagnose im Rahmen eines interdisziplinären „Schwindelzentrums“ gestellt.

Therapie

In der akuten Phase erfolgt die Behandlung mit Medikamenten gegen Schwindel und Übelkeit. Liegt ein Funktionsverlust des Gleichgewichtsorgans vor, wird eine Infusionstherapie mit Cortison durchgeführt. Eine zunehmende Mobilisation und gezielte Schwindelübungen sind entscheidend für die Rehabilitation.

 

Je nach Ursache kommen spezifische Maßnahmen zum Einsatz. Beim benignen Lagerungsschwindel handelt sich um den sogenannten gutartigen Lagerungsschwindel, bei dem es zu einer Lösung von kleinen „Steinchen“ oder Kristallen im Gleichgewichtsorgan kommt. Sie bewegen sich bei bestimmten Lageänderung, insbesondere des Kopfes, in den flüssigkeitsgefüllten Gängen des Gleichgewichtsorgans und verursachen Schwindel. Dieser hält üblicherweise Sekunden an und wird als typischer Drehschwindel beschrieben. Lagerungsmanöver und Schwindeltraining führen meist zu einer raschen Besserung. 

Die akute Vestibulopathie beinhaltet einen Funktionsverlust eines Gleichgewichtsorgans bzw. eines sogenannten Bogengangs oder des Hör-/Gleichgewichtsnerven. Sie äußert sich durch mehr oder weniger heftigen Drehschwindel, meist mit Übelkeit und Erbrechen. Es erfolgt meist eine stationäre Aufnahme zur Infusionsbehandlung mit Kortison und Medikamenten.
Morbus Menière macht sich durch heftige Drehschwindelattacken, meist zusammen mit einem Hörverlust und Tinnitus bemerkbar. In der Regel ist für die Diagnose eine längere Beobachtung des Krankheitsverlaufes notwendig. Verantwortlich für den Schwindel ist der wiederkehrende Funktionsausfall eines Gleichgewichtsorgans. Behandelt wird diese Erkrankung in der Regel zunächst symptomatisch durch Infusionsbehandlung mit Kortison durchgeführt. 

In seltenen Fällen können auch andere Ursachen am Gleichgewichtsorgan für den Schwindel vorliegen. Hierzu gehören beispielsweise die Vestibularisparoxysmie, die vestibuläre Migräne oder eine Dehiszenz des Bogengangs.
 

Wir sind gern für Sie da.

In unserer Klinik stehen Sie als Mensch im Mittelpunkt. Wir begleiten Sie mit medizinischer Expertise, moderner Diagnostik und einer Behandlung, die sich an Ihren individuellen Bedürfnissen orientiert. Dabei haben wir ein Ohr für Ihre Fragen, Ihre Sorgen und alles, was Ihnen wichtig ist.

Unser interdisziplinäres Team arbeitet Hand in Hand, um Ihnen eine bestmögliche Versorgung zu bieten – kompetent, verlässlich und mit einem hohen Anspruch an Qualität und Sicherheit. Vom ersten Gespräch bis zur Nachsorge sind wir an Ihrer Seite und unterstützen Sie Schritt für Schritt.

Sekretariat
Celina Salameh

HNO-Ambulanz
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