Typische Venenerkrankungen
Typische Venenerkrankungen umfassen ein breites Spektrum an Beschwerden, die durch Störungen des venösen Blutflusses entstehen. Zu den häufigsten zählen Krampfadern, auch Varikosis genannt, bei denen die Venen dauerhaft erweitert sind und die Venenklappen nicht mehr richtig funktionieren. Ebenfalls häufig treten Venenentzündungen auf, die als Phlebitis bezeichnet werden.
Eine weitere wichtige Erkrankung ist die Thrombose, bei der ein Blutgerinnsel eine Vene verstopft und den Blutfluss behindert. Durch einen länger gestörten Blutabfluss können zudem entzündliche Hautveränderungen wie das Stauungsekzem, die Dermatoliposklerose oder die Hypodermitis entstehen. In einigen Fällen entwickeln sich Beschwerden als Folge einer bereits durchgemachten Thrombose, was als postthrombotisches Syndrom bezeichnet wird.
Langfristige Venenerkrankungen können außerdem zu chronischen Wunden am Bein führen, wie beispielsweise dem sogenannten offenen Bein, das häufig auf eine über längere Zeit bestehende venöse Störung zurückzuführen ist.
Diagnose
Damit Ihre Beschwerden gezielt behandelt werden können, ist zunächst eine gründliche Untersuchung erforderlich. Dabei kommen moderne und schonende Verfahren zum Einsatz. Eine wichtige Methode ist die Lichtreflexrheographie, mit der die Funktion der oberflächlichen Venen gemessen wird.
Ergänzend erfolgt eine Doppler- und Duplexsonographie, also eine Ultraschalluntersuchung, mit der der Blutfluss in den Venen überprüft werden kann. Auf diese Weise lassen sich auch Venenverschlüsse, etwa durch Thrombosen, erkennen und es kann beurteilt werden, ob die Venenklappen korrekt schließen.
Besteht der Verdacht auf eine Thrombose oder liegt eine familiäre Häufung vor, wird zusätzlich eine Blutuntersuchung zur Gerinnungsdiagnostik durchgeführt. Bei chronischen Wunden werden außerdem die Arterien mit untersucht, um andere mögliche Ursachen wie Gefäßentzündungen oder Tumoren auszuschließen.
Therapie
Je nach Art und Ausprägung der Erkrankung stehen unterschiedliche Therapieverfahren zur Verfügung. Bei stark ausgeprägten Krampfadern kann ein operativer Eingriff sinnvoll sein, bei dem erkrankte Venenabschnitte entfernt werden. Dies kann beispielsweise durch eine Crossektomie erfolgen, bei der die defekte oberflächliche Vene an der Verbindungsstelle zur tiefen Vene entfernt wird. Beim sogenannten Stripping wird die betroffene Vene mithilfe eines Drahtes herausgezogen. Kleinere, stark geschlängelte Venen können im Rahmen einer Phlebextraktion über kleine Hautschnitte entfernt werden.
Für kleinere Krampfadern und Seitenäste eignet sich die Verödung, auch Sklerotherapie genannt. Dabei wird ein Verödungsmittel in die betroffenen Venen eingespritzt, sodass diese verschlossen werden. Diese Methode wird vor allem bei oberflächlichen oder feineren Venen eingesetzt. Im Anschluss ist eine konsequente Kompressionstherapie entscheidend für den Behandlungserfolg.
Die Kompressionstherapie stellt insgesamt einen zentralen Bestandteil der Behandlung dar, insbesondere bei Hautveränderungen oder chronischen Wunden. Hierbei kommen spezielle Verbände oder medizinische Kompressionsstrümpfe zum Einsatz, um den venösen Rückfluss zu unterstützen.
Bei chronischen Wunden wie dem Ulcus cruris erfolgt die Versorgung in enger Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Wundmanagement sowie Pflegediensten. Dabei wird eine gezielte Behandlung sichergestellt und die Dokumentation sowie Pflege der Wunde koordiniert. In vielen Fällen kann zusätzlich eine Operation dazu beitragen, die venöse Situation zu verbessern und die Wundheilung zu fördern.
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