Klinikum der Universität Witten / Herdecke

Schwerpunkt
Epilepsie & Kopfschmerzen

Epilepsien und Kopfschmerzerkrankungen gehören zu den häufigsten neurologischen Krankheitsbildern. Beide können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und treten in sehr unterschiedlichen Formen und Ausprägungen auf. Eine sorgfältige Diagnostik ist entscheidend, um die genaue Ursache zu erkennen und eine individuell passende Therapie einzuleiten. Ziel ist es, Anfälle oder Schmerzen bestmöglich zu kontrollieren und den Alltag der Betroffenen nachhaltig zu verbessern.

Symptome

Bei der Epilepsie kommt es zu plötzlich auftretenden Anfällen, die sich sehr unterschiedlich äußern können. Dazu gehören kurze Bewusstseinsstörungen, unkontrollierte Muskelzuckungen, Verkrampfungen oder auch Wahrnehmungsveränderungen. Manche Anfälle verlaufen kaum sichtbar und äußern sich nur durch kurze Aussetzer.

Kopfschmerzerkrankungen zeigen sich vor allem durch wiederkehrende oder anhaltende Schmerzen im Kopfbereich. Diese können pochend, drückend oder stechend sein und unterschiedlich stark ausgeprägt auftreten. Häufig kommen Begleitsymptome wie Übelkeit, Licht- oder Geräuschempfindlichkeit sowie eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit hinzu.

Diagnostik

Zur Abklärung stehen verschiedene neurologische Untersuchungsverfahren zur Verfügung. Bei Verdacht auf Epilepsie erfolgt in der Regel eine Elektroenzephalografie (EEG), mit der die elektrische Aktivität des Gehirns gemessen wird. Ergänzend werden bildgebende Verfahren wie die Magnetresonanztomografie (MRT) eingesetzt, um strukturelle Ursachen zu erkennen oder auszuschließen.

Bei Kopfschmerzerkrankungen erfolgt zunächst eine ausführliche neurologische Untersuchung und Anamnese. Auch hier kann eine MRT notwendig sein, um sekundäre Ursachen auszuschließen. Zusätzlich werden je nach Beschwerdebild weitere Untersuchungen durchgeführt, um die genaue Kopfschmerzform zu bestimmen und gezielt behandeln zu können.

Therapie

Die Behandlung richtet sich individuell nach der jeweiligen Erkrankung und deren Ursache. Bei Epilepsien stehen moderne Antiepileptika im Mittelpunkt, die die Anfallshäufigkeit deutlich reduzieren oder Anfälle vollständig verhindern können. Die Auswahl des Medikaments erfolgt individuell und wird regelmäßig angepasst.

Bei Kopfschmerzerkrankungen kommen sowohl akute als auch vorbeugende Therapien zum Einsatz. Dazu gehören schmerzlindernde Medikamente für akute Attacken sowie vorbeugende Behandlungen zur Reduktion der Häufigkeit und Intensität der Beschwerden. Ergänzend spielen nicht-medikamentöse Maßnahmen eine wichtige Rolle, etwa Stressmanagement, Schlafregulation und Verhaltenstherapie.

Ziel aller Behandlungsansätze ist es, Anfälle und Schmerzen bestmöglich zu kontrollieren und die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.

Wir sind gern für Sie da.

In unserer Klinik stehen Sie als Mensch im Mittelpunkt. Wir begleiten Sie mit medizinischer Expertise, moderner Diagnostik und einer Behandlung, die sich an Ihren individuellen Bedürfnissen orientiert. Dabei haben wir ein Ohr für Ihre Fragen, Ihre Sorgen und alles, was Ihnen wichtig ist.

Unser interdisziplinäres Team arbeitet Hand in Hand, um Ihnen eine bestmögliche Versorgung zu bieten – kompetent, verlässlich und mit einem hohen Anspruch an Qualität und Sicherheit. Vom ersten Gespräch bis zur Nachsorge sind wir an Ihrer Seite und unterstützen Sie Schritt für Schritt.

Ihre Ansprechpartner für Epilepsie:

  • Wei Zhou
  • Prof. Oliver Müller (Epilepsiechirurgie)

Ihre Ansprechpartner für Kopfschmerzen:

  • Prof. Gisa Ellrichmann-Wilms
  • Dr. Laura Tomaske
  • Dr. Meike Becker

Tel: +49 231 953-21815
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