Symptome
Ein Schlaganfall oder eine andere akute Gefäßerkrankung des Gehirns äußert sich meist plötzlich und ist immer ein Notfall. Typische Symptome sind einseitige Lähmungen, Sprach- oder Sprechstörungen sowie Sehstörungen. Auch Schwindel, Gangunsicherheit, Gefühlsstörungen oder Bewusstseinsveränderungen können auftreten. Bei solchen Warnzeichen gilt: sofort den Notruf 112 wählen.
Diagnostik
Die Diagnostik erfolgt unmittelbar nach Aufnahme auf der Stroke Unit, da jede Minute entscheidend ist. Durch moderne bildgebende Verfahren wie CT und MRT wird schnell zwischen einem Gefäßverschluss und einer Hirnblutung unterschieden. Ergänzend erfolgt eine detaillierte Gefäßdarstellung, um die genaue Ursache zu identifizieren und die weitere Therapie gezielt zu planen.
Die kontinuierliche Überwachung der Vitalfunktionen direkt am Patientenbett ermöglicht eine sofortige Reaktion auf Veränderungen des klinischen Zustands. Durch die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen wird eine schnelle und präzise Diagnosestellung jederzeit gewährleistet.
Therapie
Die Behandlung beginnt ohne Zeitverlust direkt nach der Diagnosestellung. Zur Verfügung stehen modernste Verfahren wie die medikamentöse Lysetherapie zur Auflösung eines Blutgerinnsels sowie die mechanische Entfernung des Verschlusses mittels Thrombektomie. Dieser Eingriff wird durch die Klinik für Radiologie und Neuroradiologie durchgeführt und ist rund um die Uhr – auch nachts und an Wochenenden – möglich.
Bei Bedarf können auch komplexe gefäßinterventionelle Verfahren wie Stentimplantationen oder die Behandlung von Aneurysmen im Notfall durchgeführt werden. Die hohe Anzahl an behandelten Patientinnen und Patienten sowie die regelmäßige Durchführung dieser Eingriffe sichern eine konstant hohe Behandlungsqualität, unterstützt durch eine kontinuierliche interne Qualitätssicherung.
Die Versorgung erfolgt durch ein spezialisiertes, interdisziplinäres Team aus Neurologie, Neuroradiologie, Neurochirurgie und Gefäßchirurgie. Die pflegerische Betreuung wird von speziell geschultem Fachpersonal übernommen. Die ärztliche Leitung der Stroke Unit sowie der neurologischen Intensivstation A12 liegt beim leitenden Oberarzt Gernot Reimann, unterstützt durch die oberärztliche Supervision von Dr. med. Mirco Gindullis und Claudia Kruse.
Im Anschluss an die Akuttherapie beginnt frühzeitig die Rehabilitation, häufig bereits während des stationären Aufenthalts.
Während des Aufenthalts sind Besuche grundsätzlich möglich, können jedoch durch medizinische Maßnahmen wie Aufnahmen, Visiten oder Therapien zeitweise unterbrochen werden und sollten daher im Vorfeld mit dem Stationsteam abgestimmt werden.
Kontakt & Ansprechpartner
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Leitender Arzt Stroke Unit und neurologische Intensivstation
Tel: +49 231 953 – 21822
Fax: +49 231 953 - 20864
Besuchszeiten täglich von 15:00 bis 19:00 Uhr und nach Vereinbarung