Künftig will Prof. Schneider sich noch stärker gesundheitspolitisch für die Rechte von Kindern und Jugendlichen und deren medizinische Versorgung einsetzen. 2027 übernimmt er das Amt des Generalsekretärs der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ). Im Gespräch mit Podcaster Sascha Staat geht es deshalb um Medizin und Gesundheitspolitik.
Als Kinderonkologe spricht Prof. Schneider über Krebserkrankungen bei Kindern, über Leukämien, Hirntumoren und sogenannte Blastome, neue zielgerichtete Therapien und die langfristigen Heilungschancen. Und darüber, was Eltern in dem Moment brauchen, in dem sie erfahren, dass ihr Kind Krebs hat. Zwei Botschaften seien dann entscheidend: „Wir haben eine Therapie. Und Ihr Kind hat die Chance, gesund zu werden.“
Die „Superkraft der Kinder“
Prof. Schneider berichtet aber auch von der „Superkraft der Kinder“, die trotz schwerer Erkrankung oft ganz im Jetzt leben. Gleichzeitig richtet er den Blick auf die Rahmenbedingungen der Kindermedizin. „Wir behandeln alle Kinder von 0 bis 18 Jahren, von 500 Gramm bis 150 Kilogramm, und das in der gesamten Bandbreite der Disziplinen. Wir haben ein Drittel der Kinderbetten in den letzten 25 Jahren verloren.“
Ein Thema, das Prof. Schneider als Klinikdirektor begleitet hat, ist der Neubau der Kinderklinik, der nun endlich realisiert werden kann. „Ich habe fast 19 Jahre für diesen Neubau gekämpft“, sagt Prof. Schneider. Mit dem neuen Gebäude werde die Versorgung in Dortmund und in der Region auf ein neues Niveau gehoben. „Das wird richtig gut für die Kinder.“
Für seine neue Aufgabe nimmt Prof. Schneider einen klaren Anspruch mit nach Berlin: „Ich hoffe, dass ich dieses Motto ‚Kinder sind unsere Zukunft‘ in der neuen Funktion auch mit konkreten Handlungsempfehlungen füllen kann.“
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