HPV ist eine der häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen überhaupt: Bei bis zu 80 Prozent der Menschen unter 25 Jahren sind Humane Papilloma-Viren nachweisbar. Betroffen sind Frauen und Männer gleichermaßen. In den meisten Fällen heilt die Infektion innerhalb von ein bis zwei Jahren von selbst aus. Geschieht das nicht, können sich über viele Jahre hinweg Zellveränderungen entwickeln – sogenannte Dysplasien, die als Vorstufen von Krebs gelten.
Regelmäßige Teilnahme am Screening ist wichtig
In der neuen Folge von „Medizin am Mikrofon“ spricht Dr. Barbara Kipp, Direktorin der Frauenklinik am Klinikum Dortmund, über HPV, Dysplasien und die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs. Sie erklärt, warum eine frühzeitige Impfung für Mädchen und Jungen sinnvoll ist, wie auffällige Zellveränderungen frühzeitig erkannt werden und weshalb die regelmäßige Teilnahme am Screening so wichtig ist.
Die Impfung schützt vor den wichtigsten Hochrisiko-Virustypen und kann mehr als 90 Prozent der Krebsvorstufen verhindern. Dennoch liegt die Impfquote in Deutschland nur bei etwas über 40 Prozent. Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Impfung für Mädchen und Jungen im Alter von neun bis 18 Jahren. Auch darüber hinaus kann die Impfung sinnvoll sein und wird unter bestimmten Voraussetzungen von den Krankenkassen übernommen.
Moderne Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten
In der Dysplasie-Sprechstunde am Klinikum Dortmund werden Patientinnen mit auffälligen Befunden oder nachgewiesenen HPV-Infektionen umfassend untersucht und beraten. Moderne Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten ermöglichen es, Krebsvorstufen rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln, bevor überhaupt eine Krebserkrankung entsteht.
Die gute Nachricht: Die Zahl der Neuerkrankungen an Gebärmutterhalskrebs sinkt seit Jahren. Entscheidend dafür sind Vorsorge, Aufklärung und die HPV-Impfung.
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