Klinikum der Universität Witten / Herdecke
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Wittener Notfalltag: Notfallmedizin unter realistischen Bedingungen trainiert

Medizinstudierende trainieren unter realistischen Bedingungen: Das Klinikum Dortmund, die Feuerwehr Witten und weitere Partner machten beim Wittener Notfalltag den Ernstfall erlebbar.

Was tun, wenn mehrere Dinge gleichzeitig passieren, Patientinnen und Patienten schwer verletzt ist und wenig Zeit bleibt? Beim vierten Wittener Notfalltag am 5. September konnten rund 48 Medizinstudierende und angehende Notärztinnen und Notärzte genau solche Situationen unter möglichst realistischen Bedingungen trainieren.

Organisiert wurde der Notfalltag von der Arbeitsgemeinschaft Notfallmedizin der Universität Witten/Herdecke gemeinsam mit Ärztinnen und Ärzten der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin, Schmerz- und Palliativmedizin des Klinikums Dortmund und der Berufsfeuerwehr Witten. Die Teilnehmenden kamen überwiegend von der Universität Witten/Herdecke, aber auch aus Münster, Düsseldorf, Essen, Dortmund und Bochum.

Realistische Szenarien statt Hörsaal

Insgesamt sechs anspruchsvolle Notfallsituationen hatten die Organisatoren vorbereitet. Unterstützt von zehn geschulten Darstellerinnen und Darstellern, die Unfallopfer oder akut erkrankte Patientinnen und Patienten spielten, mussten die Studierenden die Betroffenen einschätzen, medizinisch versorgen und für den Transport vorbereiten.

Dabei ging es nicht nur um medizinisches Fachwissen. Ebenso wichtig waren klare Kommunikation, gute Teamarbeit und das Treffen von Entscheidungen unter Zeitdruck. Denn in realen Notfalleinsätzen müssen medizinische Teams eng mit Feuerwehr und Rettungskräften zusammenarbeiten. „Das Zusammenspiel von Feuerwehr und angehenden Ärztinnen und Ärzten unter Zeitdruck ist eine besondere Erfahrung, die in dieser Form im Hörsaal nicht vermittelbar ist“, betonen die Organisatoren.

Gemeinsam für eine gute Notfallversorgung

Für die realitätsnahe Umsetzung waren mehr als 80 Helferinnen und Helfer im Einsatz. Auch zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums Dortmund waren vor Ort und unterstützten die Übungen und Organisation des Notfalltages. Dazu gehörten neben den beteiligten Medizinerinnen und Medizinern auch die Grundausbildungslehrgänge der Feuerwehrschule der Berufsfeuerwehr Witten sowie Mitglieder der studentischen Initiative Notfallmedizin.

Unterstützt wurde die Veranstaltung außerdem von der Freiwilligen Feuerwehr Witten-Bommern und Witten-Mitte, dem Deutschen Roten Kreuz, dem Arbeiter-Samariter-Bund, dem Ennepe-Ruhr-Kreis sowie der Sparkasse Witten.

Erfolgreiches Format mit Zukunft

Der Wittener Notfalltag hat sich inzwischen als fester Bestandteil der praktischen Ausbildung junger Medizinerinnen und Mediziner etabliert. Die Verbindung aus realitätsnahen Szenarien, medizinischem Training und der Zusammenarbeit mit Feuerwehr und Rettungskräften bietet den Teilnehmenden eine besondere Möglichkeit, sich auf Situationen vorzubereiten, in denen es später im Berufsalltag auf schnelle Entscheidungen und funktionierende Teamarbeit ankommt.

Nach der erfolgreichen vierten Auflage soll das Format auch in Zukunft fortgesetzt werden.

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