Symptome
Zu den wichtigsten neurologischen Krankheitsbildern zählen unter anderem Schlaganfälle, Hirnblutungen, Multiple Sklerose, Epilepsie, Morbus Parkinson, Hirntumoren sowie Erkrankungen der Wirbelsäule und der hirnversorgenden Gefäße.
Die Symptome sind vielfältig und abhängig von der betroffenen Hirn-, Rückenmarks- oder Gefäßregion. Typische Symptome eines akuten Schlaganfalls sind beispielsweise Sprachstörungen, schmerzlose Lähmungen einer Körperhälfte oder eine Bewusstseinstrübung. Ein Bandscheibenvorfall der Wirbelsäule äußert sich hingegen häufig mit ausstrahlenden Schmerzen, Taubheitsgefühl oder Schwäche in einem Arm oder Bein.
Gefäßfehlbildungen können unter anderem Kopfschmerzen, Schwindel, Krampfanfälle oder Ohrgeräusche verursachen und werden teilweise erst durch eine Hirnblutung entdeckt. Venöse Gefäßmalformationen können kosmetische oder funktionelle Beschwerden wie Druck oder Schmerzen hervorrufen.
Aufgrund der unterschiedlichen Beschwerden erfolgt zunächst eine körperliche Untersuchung durch eine Neurologin oder einen Neurologen beziehungsweise eine Neurochirurgin oder einen Neurochirurgen. Auf dieser Grundlage wird die weitere apparative Diagnostik gezielt geplant.
Diagnostik
In der Neuroradiologie kommen verschiedene moderne Untersuchungsverfahren zum Einsatz. In der Notfalldiagnostik, beispielsweise beim akuten Schlaganfall, wird meist eine Computertomographie des Schädels durchgeführt, teilweise ergänzt durch eine Darstellung der Hirngefäße (CT-Angiographie) und der Gewebedurchblutung (CT-Perfusion).
Für weitergehende Untersuchungen des Gehirns, des Rückenmarks oder der peripheren Nerven kommt die Magnetresonanztomographie (MRT) zum Einsatz. Die MRT ermöglicht eine hochauflösende anatomische Darstellung neuronaler Strukturen sowie funktionelle und spektroskopische Untersuchungen (fMRT, Spektroskopie). Dadurch können wichtige Informationen über entzündliche, tumoröse oder therapeutische Veränderungen gewonnen werden.
Zur genauen Beurteilung von Gefäßerkrankungen und Hirnaneurysmen wird außerdem die digitale Subtraktionsangiographie eingesetzt, mit der Gefäßveränderungen präzise dargestellt werden können.
Für die Diagnostik von Gefäßfehlbildungen erfolgen zusätzlich spezielle Gefäßdarstellungen der Hirngefäße. Über die Wahl des geeigneten Untersuchungsverfahrens stimmen wir uns eng mit den behandelnden Fachdisziplinen ab.
Die Untersuchungen sind in der Regel schmerzfrei und dauern meist nur wenige Minuten. Vor der Untersuchung informieren wir Sie ausführlich über den Ablauf und den möglichen Einsatz von Kontrastmitteln.
Therapie
Viele Erkrankungen der Hirn- und Halsgefäße können heute minimal-invasiv über dünne Kunststoffkatheter behandelt werden. Die Eingriffe erfolgen durch erfahrene Spezialistinnen und Spezialisten in enger Zusammenarbeit mit Neurologie und Neurochirurgie.
Ein Schwerpunkt ist die interventionelle Schlaganfallbehandlung. Bei einem Verschluss eines hirnversorgenden Gefäßes kann dieses über einen Katheter wieder eröffnet werden. Blutgerinnsel werden dabei mit speziellen Verfahren, beispielsweise sogenannten Stent-Retrievern, entfernt, um die Durchblutung des Gehirns schnellstmöglich wiederherzustellen. Die Behandlung ist rund um die Uhr verfügbar.
Auch höhergradige Verengungen der hirnversorgenden Gefäße, wie Karotis- oder Vertebralisstenosen, können minimal-invasiv behandelt werden. Dabei wird ein Stent über einen Katheter bis zur Gefäßverengung vorgeschoben und dort eingesetzt, um das Gefäß dauerhaft offen zu halten. Häufig kommen zusätzlich Schutzfilter zum Einsatz, um Gefäßverschlüsse zu verhindern.
Hirnaneurysmen können durch Platinspiralen (Coils), spezielle Implantate oder Stents behandelt und sicher vom Blutfluss ausgeschlossen werden.
Für die Behandlung von AV-Malformationen und duralen AV-Fisteln stehen ebenfalls moderne minimal-invasive Verfahren zur Verfügung. Dabei werden krankhafte Gefäßverbindungen über Katheter mit speziellen Materialien verschlossen.
Venöse Gefäßmalformationen können mittels Sklerosierung behandelt werden. Hierbei wird die Gefäßfehlbildung gezielt punktiert und mit einem speziellen Wirkstoff behandelt, wodurch das betroffene Gewebe verödet und schrumpft.
Vor jedem Eingriff erfolgt ein ausführliches Aufklärungsgespräch über die Behandlungsmöglichkeiten, den Ablauf sowie mögliche Risiken.
Wir sind gern für Sie da.
In unserer Klinik stehen Sie als Mensch im Mittelpunkt. Wir begleiten Sie mit medizinischer Expertise, moderner Diagnostik und einer Behandlung, die sich an Ihren individuellen Bedürfnissen orientiert. Dabei haben wir ein Ohr für Ihre Fragen, Ihre Sorgen und alles, was Ihnen wichtig ist.
Unser interdisziplinäres Team arbeitet Hand in Hand, um Ihnen eine bestmögliche Versorgung zu bieten – kompetent, verlässlich und mit einem hohen Anspruch an Qualität und Sicherheit. Vom ersten Gespräch bis zur Nachsorge sind wir an Ihrer Seite und unterstützen Sie Schritt für Schritt.
Im Rahmen eines persönlichen Aufklärungsgespräches informieren wir Sie gerne über die verschiedenen minimal-invasiven Behandlungsmöglichkeiten, den Ablauf des Eingriffs und mögliche Risiken.