Klinikum der Universität Witten / Herdecke

Schwerpunkt
Urologische Tumore

Tumorerkrankungen des Harn‑ und Geschlechtsapparates betreffen unter anderem die Prostata, die Blase, die Niere oder die Hoden. Für Betroffene ist die Diagnose oft mit vielen Fragen und Sorgen verbunden. In der Klinik für Urologie am Klinikum Dortmund begleiten wir Patientinnen und Patienten von der ersten Untersuchung bis zur Behandlung. In der Therapie setzen wir neben Operationen auch zu medikamentösen Verfahren. Dabei arbeiten wir eng mit weiteren Fachbereichen des Klinikums zusammen.

Diagnostik & Therapie

Prostatakrebs verursacht in frühen Stadien meist keine Beschwerden und wird häufig im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen entdeckt. Im weiteren Verlauf können Probleme beim Wasserlassen auftreten, etwa ein schwacher Harnstrahl, häufiges nächtliches Wasserlassen oder das Gefühl einer unvollständigen Blasenentleerung. Auch Blut im Urin oder Sperma kann ein Hinweis sein. Eine frühzeitige Diagnose verbessert die Behandlungsmöglichkeiten deutlich.

Ein häufiges und frühes Warnzeichen ist Blut im Urin. Schmerzen treten zu diesem Zeitpunkt in der Regel nicht auf. Weitere Symptome können häufiger Harndrang, Brennen beim Wasserlassen oder wiederkehrende Harnwegsinfekte sein. Da diese Beschwerden auch bei harmloseren Erkrankungen auftreten können, ist eine urologische Abklärung wichtig. Blasentumoren werden häufig früh erkannt, da sichtbare Symptome auftreten.

Nierentumoren verursachen häufig lange Zeit keine Beschwerden und werden daher oft zufällig bei Ultraschall- oder CT-Untersuchungen entdeckt. Mögliche Anzeichen können Blut im Urin, Schmerzen in der Flanke oder ein anhaltendes Druckgefühl im Bauch sein. In manchen Fällen kommen allgemeine Symptome wie Müdigkeit oder unbeabsichtigter Gewichtsverlust hinzu. Da frühe Stadien meist gut behandelbar sind, ist eine sorgfältige Abklärung entscheidend. 

Hodentumoren treten vor allem bei jüngeren und mittelalten Männern auf. Typische Hinweise sind eine schmerzlose Verhärtung oder ein Knoten im Hoden sowie eine Größenzunahme oder ein Spannungsgefühl. Schmerzen fehlen häufig, weshalb Veränderungen manchmal spät bemerkt werden. Jede tastbare Veränderung sollte ärztlich abgeklärt werden, da Hodentumoren bei früher Diagnose sehr gute Heilungschancen haben.

Diagnose

Die Diagnostik bei Tumoren umfasst gründliche Anamnese, körperliche Untersuchung und Bildgebung wie Ultraschall, CT oder MRT zur genauen Lokalisation und Größe des Tumors. Ergänzend werden Laboruntersuchungen einschließlich Tumormarker eingesetzt. Die Diagnose wird interdisziplinär bewertet, z. B. im zertifizierten urologischen Krebszentrum, oft mit Zusatzuntersuchungen wie Biopsien, um die richtige Therapie festzulegen.

Therapie

Die Therapie richtet sich nach Tumortyp, Stadium und Allgemeinzustand. Sie reicht von chirurgischen Eingriffen (z. B. Organ‑erhaltende Resektion, komplette Entfernung mit Harnableitungsverfahren) über minimalinvasive und robotergestützte Operationen bis zu medikamentösen Therapien wie Chemotherapie, Immuntherapie oder Hormontherapie. Nachsorge und Rehabilitation sind fester Bestandteil des Behandlungspfads.

Wir sind gern für Sie da.

In unserer Klinik stehen Sie als Mensch im Mittelpunkt. Wir begleiten Sie mit medizinischer Expertise, moderner Diagnostik und einer Behandlung, die sich an Ihren individuellen Bedürfnissen orientiert. Dabei haben wir ein Ohr für Ihre Fragen, Ihre Sorgen und alles, was Ihnen wichtig ist.

Unser interdisziplinäres Team arbeitet Hand in Hand, um Ihnen eine bestmögliche Versorgung zu bieten – kompetent, verlässlich und mit einem hohen Anspruch an Qualität und Sicherheit. Vom ersten Gespräch bis zur Nachsorge sind wir an Ihrer Seite und unterstützen Sie Schritt für Schritt.

Urologische Ambulanz – Tumorsprechstunde
Die klinische Ambulanz deckt u. a. urologische Tumorerkrankungen ab; Termine nach Überweisung.

Tel.: +49 231 953 18760 
Tel.: +49 231 953 18750


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