Klinikum der Universität Witten / Herdecke
Klinikum der Universität Witten / Herdecke

Schwerpunkt
Tumorerkrankungen

Tumore der Wirbelsäule sind nur selten primär, das heißt am Ort entstandene Geschwulste. Viel häufiger ist ein Tumorbefall im Rahmen eines metastasierenden Grundleidens. Die Wirbelsäule kann aufgrund eines Krebsleidens durch Metastasen befallen sein, die die Stabilität der Wirbelsäule, sowie Funktion des Rückenmarks und der Spinalnerven beeinträchtigen. Ziel unserer Klinik ist es, die Wirbelsäule zu stabilisieren, Nerven zu schützen und die Lebensqualität zu erhalten, selbst bei komplexen Tumorbefunden.

Tumormetastasen der Wirbelsäule

Tumore der Wirbelsäule sind nur selten primär, das heißt am Ort entstandene Geschwulste. Viel häufiger ist ein Tumorbefall im Rahmen eines metastasierenden Grundleidens. Insbesondere Prostata- und Brustkrebs sind bekannt dafür, dass sich Metastasen in der Wirbelsäule bilden können. Die Tumorzellen beginnen nun zu wachsen und verdrängen oder infiltrieren die stabilisierenden Strukturen der Wirbelsäule. Hierbei kann es dann zu einem Stabilitätsverlust der Wirbelsäule kommen, wodurch so genannte "pathologische Frakturen" entstehen. Ebenso besteht die Gefahr. dass ein Wachstum in der Nähe des Nervensystems die Funktion des Rückenmarks beeinflusst.

Symptome

Tumorzellen infiltrieren die Wirbelsäule und verdrängen die normalen knöchernen Strukturen. Dadurch wird die Stabilität der Wirbelsäule beeinträchtigt bis zum Auftreten pathologischer Frakturen an einem oder mehreren Abschnitten der Wirbelsäule. Dies führt initial zu belastungsabhängigen Rückenschmerzen gefolgt von Dauerschmerzen bis hin zu immobilisieren Rückenschmerzen. Hinzutreten können ausstrahlende Schmerzen entlang der beeinträchtigten Nervenstrukturen mit der Gefahr der dauerhaften Funktionsstörung (Taubheit, Lähmung).

Durch das Tumorwachstum kann es zu Bedrängung, Einengung und Schädigung des Rückenmarks oder der Spinalnerven kommen. Neben ausstrahlenden Schmerzen können Taubheitsgefühl, Lähmungserscheinungen bis hin zum Funktionsverlust unterhalb der Schädigungshöhe mit Querschnittslähmung /Paraparese/Tetraparese) auftreten.

Begleitend zu den Beschwerden an der Wirbelsäule können allgemeine Symptome des Grundleidens auftreten, wie Müdigkeit, Gewichtsverlust oder ein allgemeines Krankheitsgefühl. Diese Begleiterscheinungen beeinflussen den Alltag, die Leistungsfähigkeit und die Lebensqualität.

Diagnostik

Zu Beginn gilt es zu klären, um welches Tumorleiden es sich im konkreten Falle handelt. Die Behandlung erfolgt generell in Zusammenarbeit mit den Kliniken für Hämatologie und Onkologie und/oder Strahlentherapie. Ist die Tumorart unbekannt, erfolgt vor der Operation eine Gewebeentnahme (Biopsie) von der Wirbelsäule bzw. die Tumorsuche im Brust- und Bauchraum. Zur genauen Abklärung nutzen wir MRT, CT und Myelo-CT, um Tumorlage, Knochenstruktur und Nerven darzustellen.

Therapie

Bei der Wahl und der Planung des für den Patienten geeigneten operativen Verfahrens, stimmen wir uns eng mit den Fachkollegen aus den Bereichen Anästhesie, Onkologie und ggf. Strahlentherapie ab. Die Operation wird hierbei mit dem Ziel durchgeführt, die Metastase entweder als Ganzes zu entfernen, bzw. die Stabilität der Wirbelsäule wiederherzustellen. Insbesondere bei fortgeschrittenen Tumorleiden verfügen wir über umfassende Erfahrungen bei der Verwendung minimal-invasiver Implantate. Kleine Zugänge ermöglichen auch bei fortgeschrittener Erkrankung eine patientenschonende Behandlung. Auf diese Weise soll eine optimale Behandlung des Turmorleidens durch die entsprechende Fachabteilung gesichert und die Lebensqualität weitestgehend erhalten werden.

Wir sind gern für Sie da.

In unserer Klinik stehen Sie als Mensch im Mittelpunkt. Wir begleiten Sie mit medizinischer Expertise, moderner Diagnostik und einer Behandlung, die sich an Ihren individuellen Bedürfnissen orientiert. Dabei haben wir ein Ohr für Ihre Fragen, Ihre Sorgen und alles, was Ihnen wichtig ist.

Unser interdisziplinäres Team arbeitet Hand in Hand, um Ihnen eine bestmögliche Versorgung zu bieten – kompetent, verlässlich und mit einem hohen Anspruch an Qualität und Sicherheit. Vom ersten Gespräch bis zur Nachsorge sind wir an Ihrer Seite und unterstützen Sie Schritt für Schritt.

Wirbelsäulenchirurgische Ambulanz

Erreichbarkeit
Mo bis Do: 08.00 bis 15.30 Uhr
Fr: 08.00 bis 13.30 Uhr
Tel.: +49 231 953 21899

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