Symptome
Brustkrebs kann sich durch verschiedene Veränderungen bemerkbar machen. Häufig wird ein Knoten oder eine Verhärtung in der Brust ertastet. Veränderungen der Brustform, auffällige Hautveränderungen, Einziehungen der Haut, Veränderungen der Brustwarze oder ungewöhnlicher Ausfluss können ebenfalls Hinweise sein. Solche Veränderungen sollten immer ärztlich abgeklärt werden, da sie sowohl harmlos als auch ein Hinweis auf eine ernsthafte Erkrankung sein können.
Basis aller Untersuchungen ist die Inspektion und Palpation der Brust durch die Frauenärztin oder den Frauenarzt. Aber auch die monatliche Selbstuntersuchung kann bei richtiger und regelmäßiger Durchführung helfen Veränderungen in der Brust frühzeitig zu erkennen. Wir bieten Schulungen für eine effiziente Brustuntersuchung nach der MammaCare©-Methode an.
Die nächsten Termine für die MammaCare©-Kurse können Sie hier auf der Seite der Breast Care Nurses oder unseren Veranstaltungen einsehen.
Diagnostik und Therapie
Die Abklärung bei Verdacht auf Brustkrebs beginnt mit einer gezielten Untersuchung in der spezialisierten Brustsprechstunde unseres Zentrums. Hier arbeiten ausschließlich Ärztinnen und Ärzte mit besonderer Qualifikation in der Brustdiagnostik (zertifiziert durch Fachgesellschaften). Zur Diagnostik gehören verschiedene bildgebende Verfahren:
Die Mammographie ist eine röntgenstrahlenbasierte Bildgebung, welche jede Brust in zwei oder ggfs. auch mehr Ebenen darstellt. Bei auffälligen Befunden ist auch hier eine Biopsie oder Markierung möglich. Frauen zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr wird die Teilnahme an der Früherkennungsuntersuchung im Rahmen des Mammographiescreeningprogramms angeboten.
Magnetresonanz-Tomographie (MRT) ist eine kontrastmittelunterstützte Schichtbildaufnahme der Brust ohne Strahlenbelastung, welche bei speziellen Fragestellungen zur Rate gezogen wird, z.B. bei stark zystisch verändertem Drüsengewebe oder dem lobulären Mammakarzinom.
Die Mammasonographie erstellt mit Hilfe von Ultraschallwellen ein Bild der Brust mit ihren unterschiedlichen Gewebeanteilen. Hierbei besteht keine Strahlenbelastung. Diese Untersuchung wird zur Abklärung sichtbarer oder tastbarer Befunde der Brust durchgeführt.
Auch in Ergänzung zur Röntgenmammographie oder zur Kernspintomographie (MRT) kann die Ultraschalluntersuchung zusätzliche Informationen bieten. Haupeinsatzgebiete sind die Früherkennung von bösartigen Veränderungen der Brustdrüse, bei strahlendichtem Drüsenkörper und in der Nachsorge.
Sind auffällige Befunde in der Bildgebung gefunden worden, ist es in den meisten Fällen möglich, direkt in örtlicher Betäubung schmerzfrei eine Gewebeprobe zu entnehmen. Mithilfe der Vakuumbiopsie können auffällige Verkalkungen in der Brust bei entsprechender Größe abgesaugt werden. Dieses geschieht ambulant.
Nur in seltenen Fällen ist eine offene Gewebeentnahme in Vollnarkose notwendig.
Hier ist zur sicheren Eingrenzung des Areals eine ultraschall- oder mammographiegesteuerte Drahtmarkierung möglich. Nach der Entfernung des Gewebeareals wird die Probe erneut geröngt oder per Ultraschall untersucht, um sicherzugehen, dass der Befund vollständig entfernt wurde.
Zur Überwachung des Ansprechens einer neoadjuvanten Chemotherapie können ultraschallgesteuert kleine Clips an den Tumorrand gelegt werdem. So wird sichergestellt, dass auch nach dem kompletten Einschmelzen des Tumors unter der Therapie, der richtige Bereich operativ entfernt wird.
Therapie
Brustkrebs ist heute bei frühzeitiger Erkennung in bis zu 80 Prozent der Fälle heilbar. Aber auch in fortgeschritteneren Stadien ist eine wirksame Behandlung möglich, die die Lebensqualität über viele Jahre oder Jahrzehnte hinweg erhalten oder sogar verbessern kann. Die Bausteine Medikamentöse Therapie, Operation, Bestrahlung und Antihormontherapie werden je nach Tumorart und Patientin individuell zusammengestellt.
Medikamentöse Therapien spielen insbesondere nach einer Operation eine große Rolle, um einen Rückfall zu verhindern. Dank des medizinischen Fortschrittes stehen viele neue Substanzen zur Verbesserung der Behandlungsoptionen bei Brustkrebs bereit. Wesentliche Erfolge in der Verbesserung der Brustkrebstherapie der letzten Jahre sind Folge einer immer effektiveren aber auch verträglicheren Chemo- und Hormontherapie. In bestimmten Fällen wird die Chemotherapie heute bereits vor der Erstoperation durchgeführt („neoadjuvante Chemotherapie“) oder durch eine Antikörpertherapie ergänzt. Im Brustzentrum des Klinikum Dortmund wird die medikamentöse Behandlung in der Regel ambulant in speziellen Räumen der Frauenklinik durchgeführt.
Auch operativ haben sich im Verlauf der Zeit viele Neuerungen ergeben. Die Radikalität der Eingriffe ist im Vergleich zur Vergangenheit stark zurückgegangen. Mehr als 70 Prozent der Patientinnen können brusterhaltend operiert werden. Jede Patientin kann darauf vertrauen, dass wir die Planung der Operation nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen durchführen und ausführlich die Vorgehensweise und mögliche Alternativen mit ihr besprechen.
Die Strahlentherapie ist ebenfalls eine wichtige Säule in der Behandlung von Brustkrebs. Die meisten Tumore können heute brusterhaltend operiert werden. In dieser Situation ist immer die Nachbestrahlung der Brustdrüse erforderlich. Gelegentlich muss auch nach einer Entfernung der Brustdrüse eine Nachbestrahlung durchgeführt werden. Mit modernsten Geräten erfolgt nach computergestützter, dreidimensionaler Bestrahlungsplanung die individuelle, auf die Patientin angepasste Bestrahlung. Die Bestrahlung führt die in das Klinikum integrierte Praxis für Strahlentherapie durch.
Die Entfernung der Lymphknoten in der Achselhöhle ist heute nicht mehr in jedem Fall erforderlich. Oft kann durch die alleinige Entfernung des Wächterlymphknotens (Sentinel Node) festgestellt werden, dass die Lymphknoten nicht befallen sind und eine Entfernung aller Lymphknoten entfällt.
Für die Patientinnen, bei denen ein Brusterhalt aufgrund der speziellen Erkrankungssituation oder der Größe des Tumors zunächst nicht möglich ist, stehen modernste Rekonstruktionsverfahren zur Verfügung. Dabei kommt körpereigenes Material (Rückenmuskulatur, Bauchdeckenmuskulatur) ebenso zum Einsatz wie Implantate. Die Rekonstruktion wird individuell mit der Patientin geplant und besprochen und auf ihre speziellen Bedürfnisse abgestimmt. Nicht jedes Verfahren ist für jede Patientin geeignet.
Dank onkoplastischer Operationstechniken ist es möglich, den Tumor sicher zu entfernen und trotzdem ein ästhetisch zufriedenstellendes Ergebnis zu erhalten.
Wir sind gern für Sie da.
In unserer Klinik stehen Sie als Mensch im Mittelpunkt. Wir begleiten Sie mit medizinischer Expertise, moderner Diagnostik und einer Behandlung, die sich an Ihren individuellen Bedürfnissen orientiert. Dabei haben wir ein Ohr für Ihre Fragen, Ihre Sorgen und alles, was Ihnen wichtig ist.
Unser interdisziplinäres Team arbeitet Hand in Hand, um Ihnen eine bestmögliche Versorgung zu bieten – kompetent, verlässlich und mit einem hohen Anspruch an Qualität und Sicherheit. Vom ersten Gespräch bis zur Nachsorge sind wir an Ihrer Seite und unterstützen Sie Schritt für Schritt.
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In der Tumorambulanz der Klinik für Frauenheilkunde erfolgen die medikamentösen Therapien bei gynäkologischen Tumorerkrankungen wie Chemo-, Antikörper- oder Immuntherapien.
Voranmeldung erforderlich
Montags bis donnerstags von 08.00 bis 16.00 Uhr
Freitags nach Vereinbarung