Klinikum der Universität Witten / Herdecke

Schwerpunkt
Endometriose

Endometriose ist eine häufige, oft spät erkannte Erkrankung bei Frauen im gebärfähigen Alter. Sie kann starke Schmerzen, Zyklusstörungen und einen unerfüllten Kinderwunsch verursachen. Aufgrund vielfältiger und teils unspezifischer Symptome ist eine gezielte Diagnostik entscheidend. Eine individuelle Therapieplanung berücksichtigt Beschwerden, Organbeteiligung und persönliche Lebenssituation.

Diagnostik

Die Diagnose der Endometriose erfordert eine sorgfältige und gezielte Abklärung. Zunächst erfolgt eine ausführliche Anamnese, bei der Art, Dauer und Zyklusabhängigkeit der Beschwerden erfasst werden. Anschließend werden eine gynäkologische Tastuntersuchung sowie eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt.

Je nach Fragestellung und Verdacht auf tieferliegende Herde kann eine weiterführende apparative Diagnostik, insbesondere mittels Magnetresonanztomographie (MRT), notwendig sein. Diese Untersuchungen ermöglichen eine Einschätzung des Ausmaßes und der Lokalisation der Endometrioseherde und bilden die Grundlage für eine individuelle Therapieplanung.

Therapie

Die Behandlung der Endometriose richtet sich nach dem Beschwerdebild, dem Ausmaß der Erkrankung, möglichen Organbeteiligungen sowie dem individuellen Leidensdruck. Auch ein bestehender Kinderwunsch und persönliche Wünsche fließen maßgeblich in die Therapieentscheidung ein.

Zum Einsatz kommen sowohl konservative als auch operative Verfahren. Konservative Behandlungen können Beschwerden lindern und das Fortschreiten der Erkrankung bremsen.

Bei ausgeprägten Befunden oder bei der sogenannten tief infiltrierenden Endometriose kann eine operative Therapie erforderlich sein. Diese stellt hohe Anforderungen an die interdisziplinäre Zusammenarbeit, da häufig Strukturen wie Bauchfell, Harnwege oder Darm betroffen sind. In enger Kooperation mit spezialisierten Kolleginnen und Kollegen aus Chirurgie und Urologie sowie durch den Einsatz des Da-Vinci-Operationsroboters ist in vielen Fällen auch bei komplexen Befunden ein minimal-invasives Vorgehen möglich.

Wir sind gern für Sie da.

In unserer Klinik stehen Sie als Mensch im Mittelpunkt. Wir begleiten Sie mit medizinischer Expertise, moderner Diagnostik und einer Behandlung, die sich an Ihren individuellen Bedürfnissen orientiert. Dabei haben wir ein Ohr für Ihre Fragen, Ihre Sorgen und alles, was Ihnen wichtig ist.

Unser interdisziplinäres Team arbeitet Hand in Hand, um Ihnen eine bestmögliche Versorgung zu bieten – kompetent, verlässlich und mit einem hohen Anspruch an Qualität und Sicherheit. Vom ersten Gespräch bis zur Nachsorge sind wir an Ihrer Seite und unterstützen Sie Schritt für Schritt.

Klinikdirektorin Frauenheilkunde & Geburtshilfe
Dr. med. Barbara Kipp
Leitung Gynäkologisches Kontinenz- und Beckenbodenzentrum
Dr. med. Julia Rötger

Weitere Schwerpunkte