Klinikum der Universität Witten / Herdecke

Schwerpunkt
Schritt­macher/­Sonden-Komplika­tionen

Bakterien, die sich auf Herzschrittmacher-Sonden festsetzen, können über Zahn- oder Zahnfleischentzündungen im Mund oder andere Quellen in die Blutbahn gelangen. Sobald die Bakterien auf den Sonden haften, lassen sie sich nur sehr schwer mit Antibiotika beseitigen. Manchmal entstehen Infektionen auch am Operationsgebiet, also in den Taschen, in denen die Systeme eingesetzt wurden.

Infektionen von Herzschrittmachern und Sonden sind sowohl diagnostisch als auch therapeutisch sehr anspruchsvoll und können lebensbedrohlich werden. In unserer Klinik werden solche Fälle von erfahrenen Spezialistinnen und Spezialisten betreut, die über langjährige Expertise auf diesem Gebiet verfügen.

Bakterien, die sich auf diesen Sonden festsetzen, gelangen über Zahn- oder Zahnfleischentzündungen im Mundbereich oder andere Quellen in die Blutbahn. Sobald sich die Bakterien auf den Sonden festgesetzt haben, sind sie nur sehr schwer durch Antibiotika zu eliminieren. Manchmal gehen die Infektionen auch vom Operationsgebiet aus, also von den Taschen, in denen die Schrittmacher eingebracht wurden. Infektionen von Herzschrittmachern und Sonden sind sowohl diagnostisch als auch therapeutisch sehr anspruchsvoll. Sie können lebensbedrohlich werden. Wir haben hier zwei Spezialisten der Klinik, die langjährige Erfahrung auf diesem Gebiet aufweisen, Herr Oberarzt Stolze und Oberarzt Dr. Smiris.

Diagnostik

Eine Infektion im Bereich der Schrittmachertasche – also an der Stelle, an der Herzschrittmacher oder Defibrillatoren eingesetzt wurden – ist manchmal an typischen Entzündungszeichen zu erkennen, wie Rötung, Schwellung und Druckschmerz. Gelegentlich tritt auch Eiter durch eine Öffnung in der Haut aus. Zusätzlich können allgemeine Entzündungsreaktionen des Körpers auftreten, zum Beispiel Fieber oder Veränderungen im Blutbild. Diese Art von Schrittmacherinfektion lässt sich vergleichsweise einfach diagnostizieren.

Schwieriger wird es, wenn nur die Sonden betroffen sind. Ein solcher Befall ist schwer zu erkennen. Patientinnen und Patienten klagen dann manchmal über Fieber, Nachtschweiß oder Abgeschlagenheit, ohne dass eine andere Ursache gefunden wird. Im EKG können eventuell Veränderungen an den Sonden sichtbar werden.

Manchmal ist es notwendig, die Sonden zu entfernen. Selbst wenn eine Infektion nicht eindeutig nachgewiesen werden kann, zeigen Patientinnen und Patienten trotz Antibiotikatherapie und sorgfältigem Ausschluss anderer Infektionsursachen weiterhin klinische oder laborchemische Anzeichen einer Infektion.

Therapie

Die Behandlung einer Schrittmacher- oder Sondeninfektion sollte schrittweise erfolgen. Solche Infektionen sind äußerst anspruchsvoll und erfordern langjährige Erfahrung.

Die Entfernung eines möglicherweise lebensnotwendigen Schrittmacher- oder Defibrillatoraggregats, das den Herzrhythmus sichert, muss stets durch ein vorläufiges, neues Aggregat abgesichert werden.

Die Entfernung der Sonden selbst kann schwierig sein, insbesondere wenn sie bereits lange implantiert sind und auf dem Weg zum Herzen mit den Gefäßwänden oder direkt am Herzmuskel bzw. an der Herzklappe verwachsen sind. Spezielle Methoden lösen diese Verwachsungen schonend, sodass das Herz beim Herausziehen der Sonden nicht beschädigt wird. In manchen Fällen ist zudem der Einsatz einer Herz-Lungen-Maschine erforderlich, besonders bei größeren Implantaten oder ausgeprägten Verwachsungen. Werden die Sonden direkt aus dem Herzen entfernt, erfolgt dies bei uns minimalinvasiv.

Erst wenn die Infektion nach Entfernung der Sonden vollständig ausgeheilt ist und die Patientinnen und Patienten infektfrei sind, kann nach einer gewissen Latenzzeit ein neues Aggregat implantiert werden – vorzugsweise an einer anderen Stelle als zuvor.

Wir sind gern für Sie da.

In unserer Klinik stehen Sie als Mensch im Mittelpunkt. Wir begleiten Sie mit medizinischer Expertise, moderner Diagnostik und einer Behandlung, die sich an Ihren individuellen Bedürfnissen orientiert. Dabei haben wir ein Ohr für Ihre Fragen, Ihre Sorgen und alles, was Ihnen wichtig ist.

Unser interdisziplinäres Team arbeitet Hand in Hand, um Ihnen eine bestmögliche Versorgung zu bieten – kompetent, verlässlich und mit einem hohen Anspruch an Qualität und Sicherheit. Vom ersten Gespräch bis zur Nachsorge sind wir an Ihrer Seite und unterstützen Sie Schritt für Schritt.

Die 24-Stunden-Hotline ist für dringliche Anliegen gedacht und verbindet Sie direkt mit einer Oberärztin oder einem Oberarzt. Für allgemeine Fragen, Terminvereinbarungen von Operationen oder Heart-Team-Besprechungen erreichen Sie uns über das Sekretariat. Für Schrittmacheranfragen oder Befundanforderungen wenden Sie sich bitte an die Herzchirurgische Ambulanz.

Ambulanz Herzchirurgie
Tel: +49 231 953 20991

24h-Oberarzt-Hotline (für Ärztinnen und Ärzte)
Tel: +49 231 953 20900

Sekretariat
Mo – Fr: 08.00 – 14.00 Uhr
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