Diagnostik
Im Neuroonkologischen Zentrum des Westfälischen Krebszentrums wird jede Diagnose gemeinsam und interdisziplinär gestellt. Wöchentliche neuroonkologische Konferenzen ermöglichen eine abgestimmte Beurteilung aller Befunde auf Basis aktueller Leitlinien. Bildgebung (MRT/CT), Gewebeanalysen und moderne molekulare Marker spielen dabei eine zentrale Rolle.
Die WHO-Klassifikation der ZNS-Tumoren umfasst heute neben der klassischen Histologie auch genetische und epigenetische Veränderungen (z. B. IDH1/2-Mutationen, 1p19q-Co-Deletion, ATRX-, TP53-Mutationen, MGMT-Methylierung). Diese Merkmale bestimmen Prognose und Therapie maßgeblich.
Für die Diagnosesicherung wird Tumorgewebe mikrochirurgisch oder endoskopisch gewonnen. Intraoperative Verfahren wie Neuronavigation, digitales Ultraschall-Imaging, Fluoreszenztechniken (v. a. 5-ALA) sowie hochauflösende 3D-Darstellung mit Orbeye® unterstützen eine präzise Abgrenzung des Tumors. Das intraoperative Monitoring von Bewegungs- und Sensibilitätsbahnen ermöglicht eine sichere Identifikation eloquenter Hirnareale.
Alle Befunde werden zentral in der Konferenz zusammengeführt, sodass Patientinnen und Patienten einen einheitlichen, klinikübergreifenden Diagnose- und Behandlungsplan erhalten.
Therapie
Die Therapie folgt interdisziplinären Empfehlungen und kombiniert je nach Tumorart Operation, Strahlen- und Chemotherapie.
Operativ stehen modernste neurochirurgische Techniken zur Verfügung: mikrochirurgische und endoskopische Eingriffe, Neuronavigation mit Echtzeit-Updates durch Ultraschall, intraoperatives Monitoring zum Schutz wichtiger Nervenbahnen, Fluoreszenzverfahren zur Darstellung von Tumorgewebe sowie der Einsatz des Orbeye®-Exoskops für hochauflösende 3D-Visualisierung. Ziel ist eine maximal mögliche Tumorentfernung bei größtmöglicher Schonung funktionell bedeutsamer Hirnregionen.
Strahlentherapie und Chemotherapie (z. B. Temozolomid, CCNU) werden in enger Abstimmung im Westfälischen Krebszentrum durchgeführt.
Für besonders aggressive Tumoren wie das Glioblastom steht zusätzlich die Optune®-Therapie zur Verfügung: hochfrequente elektrische Wechselfelder, die die Zellteilung der Tumorzellen hemmen. Die Neurochirurgische Klinik ist hierfür zertifiziertes Zentrum und berät ausführlich zu Nutzen und Anwendung.
Durch die enge Verzahnung aller Fachdisziplinen erhalten Patientinnen und Patienten eine kontinuierliche, abgestimmte Behandlung – vom ersten ambulanten Kontakt über die Operation bis zur Nachsorge.
Wir sind gern für Sie da.
In unserer Klinik stehen Sie als Mensch im Mittelpunkt. Wir begleiten Sie mit medizinischer Expertise, moderner Diagnostik und einer Behandlung, die sich an Ihren individuellen Bedürfnissen orientiert. Dabei haben wir ein Ohr für Ihre Fragen, Ihre Sorgen und alles, was Ihnen wichtig ist.
Unser interdisziplinäres Team arbeitet Hand in Hand, um Ihnen eine bestmögliche Versorgung zu bieten – kompetent, verlässlich und mit einem hohen Anspruch an Qualität und Sicherheit. Vom ersten Gespräch bis zur Nachsorge sind wir an Ihrer Seite und unterstützen Sie Schritt für Schritt.
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