DSW21 stellt dem Klinikum Dortmund 7.000 Schutzmasken zur Verfügung

Die Dortmunder Stadtwerke – DSW21 haben dem Klinikum Dortmund 7.000 FFP2-Schutzmasken zur Verfügung...

MTLAs des Klinikums prüfen bis zu 700 Corona-Abstriche pro Tag

Nicht nur aus dem Corona-Behandlungszentrum neben dem Klinikum Dortmund Nord, sondern auch von...

Geduld bei Corona-Maßnahmen: Infektiologe des Klinikums erklärt die ...

Die Zahl der Corona-Neuinfizierten steigt laut Robert Koch Institut deutschlandweit und in Dortmund...

Corona: Wie schütze ich meinen Nachwuchs?

Kinder kommen nach bisherigem Kenntnisstand besser mit dem neuen Coronavirus klar als Erwachsene....

Lungenexperte erklärt sinnvolle Corona-Strategie

Angesichts der steigenden Zahlen von Corona-Infizierten in Deutschland hat der Lungen- und...

Coronavirus

Was Sie jetzt wissen müssen




Händeschütteln? Leider nein!
Wir müssen eine neue Begrüßungskultur im Haus entwickeln. Händeschütteln und Umarmen geht in Zeiten von Corona leider nicht mehr. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Neue Besucherregelung
  • Besuche sind grundsätzlich untersagt.
  • Ausnahmen in begründeten Einzelfällen möglich, aber nur mit ärztlicher/pflegerischer Vereinbarung per Telefon.

Selbsthilfegruppen aus Dortmund

"Leben mit dem Schmerz" der Deutschen Schmerzliga e. V.

Unser Ziel: Menschen zusammenbringen, die unter chronischen Schmerzen leiden.

weitere Informationen zur Gruppe

Pflegerische Schmerzexperten

Liebe Patientinnen, liebe Patienten, 

Schmerz hat eine wichtige Warn und Schutzfunktion, welche die Unversehrtheit des Körpers erhalten soll. Somit ist die Fähigkeit Schmerz zu empfinden eine lebenserhaltende Funktion unseres Körpers. Verliert Schmerz diese Warn- und Schutzfunktion kann er zu einer eigenständigen Erkrankung werden.

Schmerzen können so belastend sein, dass man nichts anderes mehr denken oder fühlen und sich auf nichts anderes konzentrieren kann. Dies kann schon für einen relativ kurzen Zeitraum, z.B. nach operativen Eingriffen, zu einer massiven Lebenseinschränkung führen.

Im Jahr 2004 hat das Klinikum Dortmund damit begonnen den „Expertenstandard Schmerzmanagement“ des DNQP (Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege)  modellhaft auf einer Station einzuführen und bereits ein Jahr danach konnte das Projekt erfolgreich abgeschlossen werden.

Seit 2008 bietet das Klinikum Dortmund im stationären Bereich einen Akutschmerzdienst für Patienten mit postoperativen Schmerzen im gesamten Klinikum an. Dieser setzt sich aus unseren Anästhesisten und speziell ausgebildeten Pflegekräften (sogenannte Pain Nurses) zusammen. Durch den Einsatz unseres Akutschmerzdienstes werden Patienten nach Operationen zum Beispiel mit einer individuell, selbst zu bedienenden Schmerzpumpe versorgt. Ebenso kann er für alle Abteilungen in unserem Hause konsiliarisch bei schmerztherapeutischen Fragen und Problemen hinzugezogen werden.

Im Gespräch mit den Anästhesisten vor der Operation werden Sie über die unterschiedlichen Schmerzbehandlungen aufgeklärt. Mit Ihnen zusammen wird ein für Sie passende Schmerzbehandlung festgelegt. 

Dieses Schmerzkonzept orientiert sich an der Schwere Ihrer Operation.

Ziele unserer Schmerzbehandlung sind:

- Erhöhung Ihrer Lebensqualität durch möglichst geringe bzw. gar keine Schmerzen
- eine Verbesserung Ihrer Frühmobilisation und Erleichterung der Krankengymnastik
- Senkung des postoperativen Komplikationenrisikos von:
-> Lungenentzündung
-> Thrombose
-> Dekubitus (Wundliegen)
-> Kontrakturen (Gelenkversteifung)

Die sinnvolle Kombination von medikamentösen und nichtmedikamentösen (z.B. Kälte, TENS, Lagerung) Verfahren zur postoperativen Schmerztherapie,
die sogenannte balancierte Analgesie, führt zu einer besseren Schmerzlinderung, da verschiedene therapeutische Mechanismen mit berücksichtigt werden.

Durch Kombination verschiedener Methoden und Medikamente können die jeweiligen Einzeldosen niedriger gehalten werden und dadurch eventuell auftretende Nebenwirkungen deutlich geringer ausfallen oder vermieden werden.

Bei einigen Eingriffen favorisieren wir den Einsatz von Schmerzmittelpumpen,
die durch den Patienten selbst gesteuert werden können.
Die Betreuung übernimmt unter anderem der Akutschmerzdienst, der mindestens zweimal täglich eine Visite bei Ihnen vornimmt und somit zu ihrer Schmerzbehandlung beiträgt.
Bei Problemen ist der Akutschmerzdienst jederzeit zu erreichen.

Zur Anwendung kommen systemisch (über die Blutversorgung) – und/oder regional (die bestimmte Region betreffend) wirkende Verfahren der PCA-Therapie (Patientenkontrollierte Analgesie)

- Periduralkatheter werden bei Eingriffen im Bauchbereich, aber auch bei Eingriffen im Becken, Hüften und Kniebereich eingesetzt. Hierbei erfolgt die Schmerzmittelgabe über einen rückenmarksnahen Katheter.
(PCeA=> Patientenkontrollierte epidurale Analgesie)

- Katheterverfahren an den lokalen Nerven, z.B. bei Eingriffen im Schulterbereich, Oberarm, Unterarm im Bereich des Ellenbogens und der Hand.
Auch bei Operationsverfahren an den unteren Extremitäten kommt diese Form der Analgesie zum Einsatz. (PCrA=> Patientenkontrollierte regionale Analgesie)

Der große Vorteil dieser Verfahren ist, dass das über den Katheter verabreichte Medikament nur regional (also an dem Ort der Operation) wirkt und den Organismus wenig belastet. Über diese Katheter werden patientengesteuerte Schmerzmittelpumpen angeschlossen, die neben einer kontinuierlichen Abgabe eines Schmerzmittels die Möglichkeit bieten, zusätzlich je nach Bedarf sich selbst Schmerzmittel zu verabreichen.Die Schmerzpumpen werden so eingestellt, dass jederzeit eine sichere Dosierung und keine Überdosierung möglich sind.

- Die einfachste Möglichkeit der individuellen Schmerzmittelgabe erfolgt über einen venösen Zugang. Das Schmerzmittel gelangt hierbei über die Blutbahn an seinen Wirkort. Den Bedarf seines Schmerzmedikamentes kontrolliert der Patient hierbei selbst. (PCiA=> Patientenkontrollierte intravenöse Analgesie)

Da Schmerzen von jedem Menschen unterschiedlich empfunden werden und es keine objektive Schmerzmessung mittels Geräte gibt, werden Sie regelmäßig durch das Pflegepersonal nach der Stärke Ihrer Schmerzen befragt.Wichtig ist eine aktuelle systematische Schmerzeinschätzung.
Sie werden gebeten dies einmal in Ruhe und einmal nach Belastung (z.B. Bewegung) anzugeben.

Hilfreich bei der Messung der Schmerzintensität sind Schmerzskalen.
Die Skala für die Schmerzerfassung hat eine Spanne von 0-10.
0 bedeutet, dass Sie keine Schmerzen haben,
10 ist der Wert, der den für Sie größten vorstellbaren Schmerz darstellt.

Wenn Ihre Einstufung einen Wert von 3 in Ruhe oder einen Wert von 5 nach Bewegung überschreitet, werden Sie zusätzlich zu Ihrer Schmerzbasistherapie ein schnell wirksames Schmerzmittel erhalten.

Melden Sie sich aber auch von sich aus, wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Schmerztherapie unzureichend ist. Nur so können wir eine individuelle Anpassung Ihrer Schmerztherapie vornehmen.
v Als Patient mit chronischen Schmerzen sind Ihre Schmerzschwelle und Schmerzempfinden deutlich verändert und müssen gesondert beachtet werden. Mit Ihnen werden wir versuchen eine Schmerzbehandlung zu vereinbaren, so dass der Schmerz auch für Sie erträglich wird.

- Die Durchführung, Überwachung und Betreuung von Patienten mit PCA- Therapie
- Beratung und Schulung der Mitarbeiter zu Fragen der Schmerztherapie und deren Nebenwirkungen.
- Konsiliarische Betreuung von Schmerzpatienten
- Beratung und Schulung von Patienten zum Umgang mit Schmerzen, der richtigen Einnahme von Schmerzmedikamenten und Vermeidung von Nebenwirkungen unter Einbeziehung der Angehörigen.
Zusammenarbeit mit dem Entlassungsmanagement bei Verlegung oder Entlassung des Patienten.

Wir wünschen Ihnen bei uns einen guten Aufenthalt, baldige Genesung bzw. eine für Sie gut zu ertragenden Situation Ihres Gesundheitszustandes.

Ihre Pain Nurses