NRW-Innenminister Herbert Reul hat am Dienstag (28.7.) das Klinikum Dortmund besucht. Auf Einladung von Arbeitsdirektor und Geschäftsführer Michael Kötzing informierte er sich über das Sicherheitskonzept des Hauses. Im Mittelpunkt stand das seit fünf Monaten laufende Pilotprojekt zum Einsatz von Bodycams in den vier Notaufnahmen. Das Klinikum Dortmund war bundesweit das erste Krankenhaus, das diese Technik testweise eingeführt hat. Hintergrund ist die bundesweit zu beobachtende Zunahme von Aggression und Übergriffen gegenüber medizinischem Personal.
Gemeinsam mit Arbeitsdirektor Michael Kötzing besuchte der Minister die Zentrale Notaufnahme am Klinikzentrum Mitte. Dort sprach er mit Mitarbeitenden über die bisherigen Erfahrungen mit den Bodycams und die Sicherheitslage im Klinikalltag.
Mitarbeitende bestmöglich schützen
NRW-Innenminister Herbert Reul: „Wo Menschen helfen, darf Gewalt keinen Platz haben. Dass wir darüber überhaupt sprechen müssen, ist traurig. Beschäftigte in der Notaufnahme brauchen Schutz, Verlässlichkeit und klare Rückendeckung. Genau dafür ist das Bodycam Pilotprojekt ein starkes Signal: Wir schauen nicht weg, sondern sorgen dafür, dass die Menschen, die für andere da sind, ihre Arbeit sicher machen können.“
Michael Kötzing, Arbeitsdirektor des Klinikums Dortmund, betonte die Bedeutung des Sicherheitskonzepts: „Beschäftigte in Krankenhäusern erleben zunehmend Situationen, in denen sie beleidigt, bedroht oder sogar körperlich angegriffen werden. Unser Ziel ist es, unsere Mitarbeitenden bestmöglich zu schützen.“ Die Bodycams seien ein Baustein eines umfassenden Konzepts, das in den vergangenen Monaten konsequent weiterentwickelt wurde. „Dass sich inzwischen viele Kliniken für unsere Erfahrungen interessieren, zeigt, wie groß der Handlungsbedarf bundesweit ist.“
Maßnahmenpaket für Sicherheit am Klinikum
Zum Sicherheitspaket des Klinikums gehören neben dem Bodycam Pilotprojekt unter anderem ein Sicherheitsdienst, der an beiden Standorten täglich 24 Stunden im Einsatz ist, Deeskalations- und Selbstverteidigungstrainings, bauliche Maßnahmen, Unterstützungsangebote für die Beschäftigten sowie eine Hausordnung, die in schweren Fällen Hausverbote ermöglicht.