Klinikum der Universität Witten / Herdecke

Schwerpunkt
Endokrine Chirurgie

Die endokrine Chirurgie widmet sich den hormonproduzierenden Organen wie der Schilddrüse, den Nebenschilddrüsen und den Nebennieren. Ziel jeder Behandlung ist es, Beschwerden zu lindern, Grunderkrankungen zu heilen und die Funktion der Organe bestmöglich zu erhalten.

Unsere Behandlungsschwerpunkte

  • Schilddrüsenvergrößerung (Struma) / Schilddrüsenknoten
  • Morbus Basedow
  • Schilddrüsenkarzinom
  • Überfunktion der Nebenschilddrüsen (Hyperparathyreoidismus)
  • Hormonproduzierende Tumore der Nebennieren

Diagnostik

Eine präzise Diagnostik ist Voraussetzung für eine sichere, passgenaue und individuelle Therapie. Dazu gehören bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Szintigrafie oder MRT / CT ebenso wie Laboruntersuchungen zur Hormonbestimmung. Bei Schilddrüsenknoten kommt auch die Feinnadelpunktion zur Anwendung, um eine eventuelle Tumorerkrankung frühzeitig zu erkennen.

In unserer spezialisierten endokrin chirurgischen Sprechstunde erörtern wir gemeinsam mit unseren Patientinnen und Patienten alle Befunde und entscheiden über das weitere Vorgehen, selbstverständlich mit Raum für eine unabhängige Zweitmeinung.

Ein besonderes Merkmal unserer Abteilung ist die enge Zusammenarbeit mit den Fachbereichen Endokrinologie, Nuklearmedizin und – je nach Bedarf – weiteren Spezialistinnen und Spezialisten. Durch diese Zusammenarbeit entsteht ein ganzheitlicher Blick auf die Erkrankung und den Menschen – mit dem Ziel, passgenaue, individuelle und zugleich medizinisch fundierte und leitliniengerechte Entscheidungen zu treffen.

Therapie

Die operative Behandlung erfolgt bei uns mit hoher Spezialisierung und Routine. Besonders häufig sind Eingriffe an der Schilddrüse und den Nebenschilddrüsen. Hierbei kommt moderne Technik zum Einsatz – wie die Lupenbrille für eine präzise Präparation sowie das intraoperative Neuromonitoring zur kontinuierlichen Überwachung des Stimmbandnervs, sodass das Risiko einer möglichen Stimmveränderung nach der Operation deutlich gesenkt werden kann.

Bei hormonaktiven Tumoren der Nebenschilddrüsen wird die Wirksamkeit der Operation durch wiederholte Messungen des Parathormons bereits während des Eingriffs geprüft. Dies ermöglicht nicht nur gewebeschonende, sondern vor allem gezielte Eingriffe.

Auch bei der Entfernung der Nebenniere stehen verschiedene minimalinvasive Verfahren zur Verfügung – entweder über die Bauchhöhle oder über einen rückseitigen Zugang (retroperitoneal). Die Entscheidung für das passende Operationsverfahren richtet sich nach Größe, Lage und Art des Befundes und wird im persönlichen Gespräch individuell getroffen.

Nach einem Eingriff erholen sich Betroffene in der Regel rasch. Durch den Einsatz moderner und schonender Operationstechniken sind die Eingriffe komplikations- sowie schmerzarm und können somit medikamentös gut kontrolliert werden. Falls erforderlich, erfolgt eine individuell angepasste medikamentöse hormonelle Einstellung, gerne auch in enger Kooperation mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt. Der stationäre Aufenthalt ist in den meisten Fällen kurz – in der Regel zwischen ein und drei Tagen.

Wir sind gern für Sie da.

In unserer Klinik stehen Sie als Mensch im Mittelpunkt. Wir begleiten Sie mit medizinischer Expertise, moderner Diagnostik und einer Behandlung, die sich an Ihren individuellen Bedürfnissen orientiert. Dabei haben wir ein Ohr für Ihre Fragen, Ihre Sorgen und alles, was Ihnen wichtig ist.

Unser interdisziplinäres Team arbeitet Hand in Hand, um Ihnen eine bestmögliche Versorgung zu bieten – kompetent, verlässlich und mit einem hohen Anspruch an Qualität und Sicherheit. Vom ersten Gespräch bis zur Nachsorge sind wir an Ihrer Seite und unterstützen Sie Schritt für Schritt.

Sektionsleiter Endokrine Chirurgie
Dr. med. Josef Obermeier

Weitere Schwerpunkte