Klinikum der Universität Witten / Herdecke

Schwerpunkt
Knie- und Hüftgelenksarthrose

Hüft- und Kniegelenke sind die am stärksten belasteten Gelenke des menschlichen Körpers. Im Laufe der Lebensjahre kommt es ab dem 50. Lebensjahr zu Verschleiß­erscheinungen. Schmerzen, Bewegungs- und Funktions­einschränkungen sind die Folge. Moderne künstliche Gelenke sind die Lösung dieser Probleme. 

An unserem Endoprothesen­zentrum der Maximalversorung führen wir ca. 1000 Gelenk­ersatz­operationen und Wechsel­operationen von künstlichen Gelenken durch.

Ersteinbau Hüft- und Kniegelenk

Die Arthrose des Knie- und Hüftgelenks ist eine degenerative, fortschreitende Verschleißerscheinung. Der Gelenkknorpel wird ähnlich dem Profil eines Autoreifes abgenutzt. Im Spätstadium der Erkrankung reibt Knochen auf Knochen, man geht also „auf der Felge“. In der Regel ist ein einfaches Röntgenbild ausreichend, um die Diagnose zu stellen du das Ausmaß der Erkrankung festzustellen.

Schmerz und Bewegungseinschränkungen sind die Hauptsymptom der Arthrose. Am Hüftgelenk tritt in der Regel ein Schmerz in der Leiste, dem Gesäß und/oder dem Oberschenkel auf. Betroffene bemerken auch eine Einschränkung der Drehfähigkeit des Hüftgelenks und können sich häufig nur noch sehr schlecht die Socken anziehen. Am Kniegelenk ist der Schmerz meist an der Innenseite, seltener an der Aussenseite vorhanden. Viele Betroffene legen im Liegen gerne ein Kissen unter die Kniekehle.

Die Therapie der Arthrose am Hüft- und Kniegelenk ist ein Gelenkersatz, also ein künstliches Gelenk. Wir implantieren die modernsten Prothesen und verwenden minimalinvasive Zugänge, um die Operation möglichst schonend vornehmen zu können. Die Operation dauert in der Regel ca. 45–75 Minuten, der Krankenhausaufenthalt ca. vier bis fünf Tage. Aufgrund der schonenden OP-Technik und einem optimierten Schmerzmanagement können Sie am Tag der Operation die ersten Schritte unternehmen und aufstehen. Eine volle Belastung ist fast immer erlaubt, Einschränkungen der Beweglichkeit gibt es keine. Wir empfehlen mit Unterarmgehstützen zu laufen. Durch physiotherapeutische Anleitung trainieren Sie jeden Tag, so dass meist am zweiten oder dritten Tag nach der Operation bereits Treppen steigen auf dem Trainingsplan steht. Anschließend raten wir zu einer Rehabilitation, die man mit Physiotherapeutinnen und -therapeuten des Vertrauens oder als ambulante oder stationäre Reha absolvieren kann.

Abb. Gelenkersatz Kniegelenk von vorne und der Seite noch einliegende Ahutklammern

Fortgeschrittene Hüftgelenksarthrose rechts

Implantation einer zementfreien Hüftgelenksprothese

Wechseloperation von künstlichen Gelenken

Neben der abnutzungsbedingten Lockerung eines künstlichen Gelenks, die etwa 15–20 Jahre nach dem Ersteinbau auftreten kann, stellt die frühzeitige Lockerung aufgrund einer Infektion mit Bakterien einen der Hauptgründe für eine Wechseloperation dar.

Schmerz und Bewegungseinschränkungen sind die Hauptsymptom der Lockerung künstlicher Gelenke. Eine Infektion äußert sich in der Regel mit sehr rasch zunehmenden Schmerzen und einer Rötung und Schwellung der Operationsnarbe.

Abhängig vom Schaden am Knochen und den Weichteilen gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Implantaten, die zum Einsatz kommen und knöcherne Defekte, die durch die Lockerung entstanden sind überbrücken und Instabilitäten von Band- und Kapselstrukturen ausgleichen. Jeder Patient ist hier individuell zu sehen. Wir werden für Sie das optimale Implantat haben, um Sie auch nach einer Wechseloperation wieder auf die Beine zu stellen. Nach der Operation bleiben Sie abhängig von Ausmaß der Operation ca. 5–7 Tage bei uns. Auch bei Wechseloperationen ist meist eine Vollbelastung möglich und eine Reha angeraten.

Wir sind gern für Sie da.

In unserer Klinik stehen Sie als Mensch im Mittelpunkt. Wir begleiten Sie mit medizinischer Expertise, moderner Diagnostik und einer Behandlung, die sich an Ihren individuellen Bedürfnissen orientiert. Dabei haben wir ein Ohr für Ihre Fragen, Ihre Sorgen und alles, was Ihnen wichtig ist.

Unser interdisziplinäres Team arbeitet Hand in Hand, um Ihnen eine bestmögliche Versorgung zu bieten – kompetent, verlässlich und mit einem hohen Anspruch an Qualität und Sicherheit. Vom ersten Gespräch bis zur Nachsorge sind wir an Ihrer Seite und unterstützen Sie Schritt für Schritt.

Experten

Prof. Dr. med. Christian Lüring
Dr. med. Martin Brucker
Dr. med. Gábor Molnár
Dr. med. Andre Zahedi

Weitere Schwerpunkte