Klinikum der Universität Witten / Herdecke

Schwerpunkt
Sportorthopädie

Unsere Gelenke sind täglich unterschiedlichsten Belastungen ausgesetzt. So kann es zu Verletzungen und Schädigungen unterschiedlichster Art kommen. Am häufigsten sind Schulter, Knie und Sprunggelenk. Die Verletzungen reichen von Knorpelschäden über Rupturen des Meniskus, einem Riss des Kreuzbandes oder einer ausgerenkten Kniescheibe (Patella). Nicht selten findet man auch eine Kombination dieser Verletzungen.

Knorpelschäden

Knorpelschäden treten nach einer Verletzung oder als Abnutzung der Schutzschicht auf, die unsere Gelenke überzieht.

Schmerzen sowie Reiben oder Knacken bis zu Blockaden im Gelenk.

Durch eine körperliche Untersuchung mit einer Röntgenuntersuchung und Kernspintomographie lassen sich Lokalisation und Ausmaß herausfinden.

Ist der Knorpelschaden tiefgreifend oder es sind Knorpelstücke herausgebrochen, kann der Schaden dennoch repariert werden. Standardverfahren ist eine Knorpelregeneration, eine AMIC (autologe matrixinduzierte Chondrozytogenese), kann ergänzt werden. Selten sind Knorpel-Knochen-Zylinder erforderlich.

Kreuzbandriss

Ein Kreuzbandriss tritt in aller Regel bei einer Sportverletzung (Fußball, Skifahren) auf. Dabei reißt in aller Regel das vordere Kreuzband, das das Knie nach vorne hin stabilisiert.

Schmerzen mit einer Schwellung des Kniegelenkes und einem Instabilitätsgefühl.

Zur Sicherung der Diagnose werden Stabilität und Beweglichkeit des Kniegelenks untersucht. Ergänzend helfen Röntgenaufnahmen und eine MRT-Untersuchung dabei, den Kreuzbandriss und mögliche Begleitverletzungen zu beurteilen.

Durch einen kleinen Schnitt unterhalb des Kniegelenkes wird eine körpereigene Sehne entnommen und in minimal-invasiver Technik in das Kniegelenk als Kreuzbandersatz eingebracht. Die natürliche Stabilität und Funktion des Kniegelenkes kann somit erlangt werden.

Meniskusriss

Der natürliche Stoßdämpfer des Kniegelenkes reißt bei zu hoher Belastung ein.

Schmerzen sowie Reiben oder Knacken bis zu Blockaden im Gelenk.

Eine körperliche Untersuchung gibt erste Hinweise auf eine Meniskusverletzung. Zur weiteren Abklärung werden Röntgenaufnahmen und eine MRT-Untersuchung eingesetzt.

Die Behandlung erfolgt minimalinvasiv in einer Kniespiegelung. Bei akuten Rissen kann der Meniskus häufig genäht werden. Ist dies nicht mehr möglich, werden die geschädigten Anteile entfernt und der Meniskus stabilisiert. Bei einer Naht ist eine sechswöchige Teilbelastung, bei Entfernung eine Vollbelastung erlaubt.

Bänderriss

Die Seitenbänder (Innen- bzw. Aussenband) des Kniegelenks reißen teilweise oder vollständig ab. Der Riss kann innerhalb des Bandes oder am knöchernen Ansatz lokalisiert sein.

Schmerzen und Schwellung mit Stabilitätsverlust des Gelenkes

Die Diagnose erfolgt zunächst durch eine körperliche Untersuchung des betroffenen Gelenks. Bildgebende Verfahren wie Röntgen und MRT unterstützen dabei, die Verletzung genauer einzuordnen.

Bei einem Riss der Bänder in Knie- oder Sprunggelenk können diese Bänder gelenkspezifisch wieder stabilisiert werden. Hier kommen refixierende und ersetzende Verfahren zum Einsatz. In der Regel ist anschließend eine sechswöchige Entlastung notwendig.

Patellaluxation

Die Kniescheibe (Patella) verlässt das Gleitlager und renkt (luxiert) nach außen aus. Begleitverletzungen wie Knorpelschäden oder Bandverletzungen sind hierbei häufig.

Starke Schmerzen mit hochgradiger Bewegungseinschränkung, bei Einrenkung plötzliche Besserung der Beschwerden.

Neben der körperlichen Untersuchung kommen Röntgenaufnahmen und eine MRT-Untersuchung zum Einsatz, um die Kniescheibenverrenkung zu beurteilen. Begleitverletzungen lassen sich dadurch ebenfalls nachweisen oder ausschließen.

Eine ausgerenkte (luxierte) Patella ist nicht nur schmerzhaft, es kommt auch häufig zu Begleitverletzungen. Das innere Halteband (MPFL) reißt und sollte dann ersetzt werden. In moderner minimal-invasiver Technik wird hier eine körpereigene Sehne eingesetzt. Begleitverletzungen wie Knorpelschäden können in der gleichen Operation mitversorgt werden.

Wir sind gern für Sie da.

In unserer Klinik stehen Sie als Mensch im Mittelpunkt. Wir begleiten Sie mit medizinischer Expertise, moderner Diagnostik und einer Behandlung, die sich an Ihren individuellen Bedürfnissen orientiert. Dabei haben wir ein Ohr für Ihre Fragen, Ihre Sorgen und alles, was Ihnen wichtig ist.

Unser interdisziplinäres Team arbeitet Hand in Hand, um Ihnen eine bestmögliche Versorgung zu bieten – kompetent, verlässlich und mit einem hohen Anspruch an Qualität und Sicherheit. Vom ersten Gespräch bis zur Nachsorge sind wir an Ihrer Seite und unterstützen Sie Schritt für Schritt.

Expertinnen & Experten

Prof. Dr. med. Christian Lüring
Jana Cibura
Dr. med. Jonathan Heidemann

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