Auf der 18-Betten-Intensivstation werden modernste intensivmedizinische Verfahren und Therapiekonzepte eingesetzt. Der Schwerpunkt liegt in der Behandlung schwerer und komplexer Lungenerkrankungen, insbesondere schwerer Atemwegsinfektionen, einschließlich schwerer Pneumonien, HIV-assoziierter Erkrankungen und anderer Formen der Immundefizienz sowie der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit COPD.
Die Intensivstation verfügt über Ein-Bett-Zimmer mit Schleuse, Zwei-Bett-Zimmer sowie moderne Funktionsräume. Eine aufwendige Überwachungsanlage und die kontinuierliche Betreuung durch das Intensiv-Team ermöglichen eine engmaschige und individuelle Versorgung der Patientinnen und Patienten.
Ein besonderer Schwerpunkt der Station liegt auf der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit schwerer Ateminsuffizienz sowie auf der Entwöhnung (Weaning) von invasiver Beatmung. Die Klinik ist als Weaning-Zentrum durch die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie zertifiziert. Für die strukturierte Beatmungsentwöhnung steht ein spezialisiertes Team aus Ärztinnen und Ärzten, Atmungstherapeutinnen und -therapeuten sowie Fachkräften aus Logopädie, Ergotherapie und Physiotherapie zur Verfügung. Auch die Einstellung auf eine nicht-invasive Beatmung zur Versorgung im häuslichen Umfeld kann auf der Intensivstation begonnen werden.
Diagnostische und therapeutische Verfahren
Auf der Intensivstation werden unter anderem folgende Verfahren durchgeführt:
- Hämodynamisches Monitoring
- Bronchoskopien, auch unter invasiver und nicht-invasiver Beatmung
- Tracheotomien
- Nasale High-Flow-Therapie
- Nicht-invasive und invasive Beatmung
- Strukturierte Entwöhnung (Weaning) vom Respirator
- Extrakorporaler Lungenersatz (vvECMO) in Zusammenarbeit mit dem ECMO-Zentrum
- Extrakorporale Decarboxylierung (ILA Activve)
- Patientenadaptierte Sedierung, auch unter Einsatz volatiler Anästhetika (Sedaconda)
- Nierenersatzverfahren (CVVH, Ci-Ca/CVVHD)
- Bettseitige Sonografie, Echokardiografie und transösophageale Echokardiografie (TEE)
- Gastroskopien einschließlich Anlage von PEG- und jejunalen Sonden
Ein enger Austausch besteht mit der Infektiologie sowie mit den weiteren Intensivstationen des Klinikums. Patientinnen und Patienten, die thoraxchirurgische Eingriffe benötigen, können in enger Abstimmung mit der Klinik für Thoraxchirurgie sowohl auf der operativen Intensivstation im Klinikzentrum Nord als auch auf der Intensivstation der Klinik für Lungenheilkunde betreut werden.
Bei aller spezialisierten Intensivmedizin steht der einzelne Mensch im Mittelpunkt. Regelmäßige ethische Fallbesprechungen und Familienkonferenzen unterstützen das Behandlungsteam und die Angehörigen bei komplexen medizinischen Entscheidungen. Bei Bedarf kann ein Ethikkonsil hinzugezogen werden.
Besuchszeiten
Als angehörigenfreundlich zertifizierte Intensivstation gibt es keine festen Besuchszeiten. Besuche werden individuell und unter Berücksichtigung des Wohles der Patientinnen und Patienten abgestimmt. Eine Schwerpunktbesuchszeit ist täglich von 16.00 bis 18.00 Uhr.