Klinikum der Universität Witten / Herdecke

Schwerpunkt
Lungenkrebs

Lungenkrebs (Bronchialkarzinom) ist eine der häufigsten Krebserkrankungen und entsteht aus Zellen des Lungengewebes. Die Erkrankung bleibt im frühen Stadium oft unbemerkt, da zunächst nur unspezifische oder keine Beschwerden auftreten. Eine frühzeitige und präzise Diagnostik ist daher entscheidend, um die bestmögliche Therapie für Patientinnen und Patienten einzuleiten.

Symptome

Lungenkrebs verursacht häufig erst spät Beschwerden. Die Symptome sind oft unspezifisch und können auch bei anderen Erkrankungen auftreten. Zu den typischen Anzeichen gehören:

  • anhaltender oder sich verändernder Husten
  • Atemnot oder Kurzatmigkeit
  • blutiger oder schleimiger Auswurf
  • Schmerzen im Brustbereich
  • allgemeine Schwäche, Müdigkeit und Leistungsabfall
  • ungewollter Gewichtsverlust
  • Fieber oder wiederkehrende Infekte

In fortgeschrittenen Stadien können zusätzlich Beschwerden durch Metastasen auftreten, zum Beispiel Knochenschmerzen. Da die Symptome oft unspezifisch sind, wird die Erkrankung häufig erst in einem späteren Stadium erkannt.

Diagnose

Die Diagnostik des Lungenkrebses erfolgt in mehreren aufeinander abgestimmten Schritten. Ziel ist es, die Diagnose sicher zu stellen, den Tumortyp zu bestimmen und das Krankheitsstadium exakt zu erfassen.

Zu Beginn stehen bildgebende Verfahren wie die Röntgenuntersuchung und insbesondere die Computertomographie (CT) des Brustkorbs. Diese ermöglichen eine genaue Darstellung von Auffälligkeiten in der Lunge und geben Hinweise auf Größe und Lage des Tumors.

Zur endgültigen Sicherung der Diagnose ist eine Gewebeprobe (Biopsie) erforderlich. Diese kann im Rahmen einer Bronchoskopie (Spiegelung der Atemwege) oder durch andere minimal-invasive Verfahren gewonnen werden. Dabei kommen auch moderne endoskopische Techniken zum Einsatz, die eine präzise Darstellung und gezielte Probenentnahme ermöglichen. Anschließend erfolgt die feingewebliche und molekularbiologische Untersuchung, um die genaue Tumorart und mögliche Zielstrukturen für moderne Therapien zu bestimmen.

Ein weiterer wichtiger Schritt ist die sogenannte Stadieneinteilung. Dabei wird untersucht, ob und wie weit sich der Tumor in der Lunge oder im Körper ausgebreitet hat. Diese Informationen sind entscheidend für die individuelle Therapieplanung.

Therapie

Die Behandlung des Lungenkrebses richtet sich nach Tumorart, Krankheitsstadium, molekularen Eigenschaften des Tumors sowie dem allgemeinen Gesundheitszustand der Patientinnen und Patienten.

In frühen Stadien steht – sofern möglich – die vollständige Entfernung des Tumors im Vordergrund. In vielen Fällen wird die Therapie jedoch durch weitere Verfahren ergänzt oder ersetzt. Dazu gehören die Chemotherapie, die Strahlentherapie sowie moderne medikamentöse Verfahren wie zielgerichtete Therapien oder Immuntherapien.

Zielgerichtete Therapien greifen gezielt bestimmte Eigenschaften der Tumorzellen an und können das Tumorwachstum bremsen. Immuntherapien unterstützen das körpereigene Immunsystem dabei, Krebszellen zu erkennen und zu bekämpfen. Diese Verfahren spielen insbesondere bei fortgeschrittenen Erkrankungen eine wichtige Rolle.

Die Behandlung erfolgt in der Regel interdisziplinär und wird individuell auf jede Patientin und jeden Patienten abgestimmt. Neben der Tumorbehandlung ist auch die Linderung von Beschwerden und der Erhalt der Lebensqualität ein zentraler Bestandteil der Therapie.

Wir sind für Sie da

In unserer Klinik stehen Sie als Mensch im Mittelpunkt. Wir begleiten Sie mit medizinischer Expertise, moderner Diagnostik und einer Behandlung, die sich an Ihren individuellen Bedürfnissen orientiert. Dabei haben wir ein Ohr für Ihre Fragen, Ihre Sorgen und alles, was Ihnen wichtig ist.

Unser interdisziplinäres Team arbeitet Hand in Hand, um Ihnen eine bestmögliche Versorgung zu bieten – kompetent, verlässlich und mit einem hohen Anspruch an Qualität und Sicherheit. Vom ersten Gespräch bis zur Nachsorge sind wir an Ihrer Seite und unterstützen Sie Schritt für Schritt.

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