Diagnose
Die nuklearmedizinische Diagnostik des Prostatakarzinoms dient insbesondere der Beurteilung der Tumorausbreitung und dem Nachweis von Knochenmetastasen. Ein etabliertes Verfahren ist hierbei die Knochenszintigraphie, die eine sensitive Erfassung ossärer Metastasen ermöglicht und sowohl in der Primärdiagnostik als auch im Verlauf eingesetzt wird.
Untersuchungsablauf der Knochenszintigraphie:
Es wird eine geringe Menge eines radioaktiv markierten Arzneimittels über die Vene verabreicht. Diese Substanz reichert sich im Knochenstoffwechsel an und macht Veränderungen des Knochens sichtbar.
Nach der Injektion folgt eine Wartezeit von mindestens 2,5 Stunden, damit sich das Arzneimittel gleichmäßig im Skelett verteilen kann. In dieser Zeit können Sie sich frei bewegen und sollten ausreichend trinken. Die eigentliche Untersuchung erfolgt anschließend mit einer Gammakamera und dauert in der Regel 30 bis 45 Minuten. Dabei liegen Sie ruhig auf einer Untersuchungsliege, während die Kamera Bilder des gesamten Skeletts aufnimmt.
Terminvereinbarung zur Knochenszintigraphie:
Telefon: +49 (0) 231 953 - 21365
Mo-Do: 08:00 - 12:00 und 12:30 - 16:00 Uhr
Fr: 08:00 - 12:00 und 12:30 - 15:30 Uhr oder
Link zum Kontaktformular
Ergänzend kann bei ausgewählten Fragestellungen eine PSMA-basierte PET-Bildgebung sinnvoll sein, insbesondere zur weiterführenden Stadieneinteilung oder bei biochemischem Rezidiv. Diese Untersuchungen erfolgen bei uns in enger Kooperation mit externen Partnern. Die Befunde werden interdisziplinär in die weitere diagnostische und therapeutische Planung eingebunden.
Therapie
Die nuklearmedizinische Therapie des Prostatakarzinoms richtet sich vor allem an Patienten mit fortgeschrittener oder metastasierter Erkrankung. Ziel ist eine gezielte Behandlung tumorbefallener Strukturen unter möglichst guter Schonung des umgebenden Gewebes.
Ein wesentlicher Schwerpunkt ist die PSMA-gerichtete Radioligandentherapie, bei der eine radioaktiv markierte Substanz gezielt an Prostatakarzinomzellen bindet. Dieses Verfahren kommt beim metastasierten, kastrationsresistenten Prostatakarzinom zum Einsatz.
Ablauf der PSMA-Radioligandentherapie:
Die PSMA-Therapie erfolgt i.d.R. über mehrere Zyklen im Abstand von ca. 6 Wochen über eine langsame, intravenöse Infusion auf einer speziellen Station, der sogenannten Nuklidstation (link). Um die Strahlenbelastung der Speicheldrüsen zu reduzieren, werden sie vor und während der Infusion gekühlt. Zum Schutze der Nieren wird der Patient gebeten ausreichend zu trinken und erhält zudem noch eine begleitende Flüssigkeitsinfusion.
Während des 48- bis 72-stündigen stationären Aufenthaltes erfolgen u.a. Kontrollen der vom Patienten ausgehenden Strahlung.
Terminvereinbarung unter:
Telefon: +49 (0) 152 - 21 70 13 19
montags bis donnerstags 13:00 - 16:00 Uhr
freitags 13:00 – 15:30 Uhr
Eine weitere Therapieoption ist die Behandlung mit Radium-223, welche für Patienten vorgesehen ist, bei denen überwiegend oder ausschließlich Knochenmetastasen vorliegen. Radium-223 reichert sich gezielt im Knochen an und ermöglicht dort eine lokale Strahlenwirkung, insbesondere zur Behandlung knochenmetastasenbedingter Beschwerden.
Terminvereinbarung unter:
Telefon: +49 (0) 231 953 21365
montags bis freitags 08:00 – 12:00 Uhr und 12:30 – 16:00 Uhr
freitags 08:00 – 12:00 Uhr und 12:30 bis 15:30 Uh
Link zum Kontaktformular (Knochenschmerztherapie)
Die Indikationsstellung und Therapieplanung erfolgen im Rahmen eines interdisziplinären Tumorboards (ProDo) in enger Zusammenarbeit mit Urologie, Onkologie, Strahlentherapie und weiteren beteiligten Fachdisziplinen. Dabei werden alle relevanten Befunde berücksichtigt, um eine individuell abgestimmte Behandlung zu ermöglichen.
Wir sind gern für Sie da.
In unserer Klinik stehen Sie als Mensch im Mittelpunkt. Wir begleiten Sie mit medizinischer Expertise, moderner Diagnostik und einer Behandlung, die sich an Ihren individuellen Bedürfnissen orientiert. Dabei haben wir ein Ohr für Ihre Fragen, Ihre Sorgen und alles, was Ihnen wichtig ist.
Unser interdisziplinäres Team arbeitet Hand in Hand, um Ihnen eine bestmögliche Versorgung zu bieten – kompetent, verlässlich und mit einem hohen Anspruch an Qualität und Sicherheit. Vom ersten Gespräch bis zur Nachsorge sind wir an Ihrer Seite und unterstützen Sie Schritt für Schritt.