Zertifizierung unterstreicht Qualität der Uroonkologie

Die Urologische Klinik am Klinikum Dortmund freut sich über eine umfangreiche Zertifizierung ihrer Onkologie durch die Deutsche Krebsgesellschaft…

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Stern-Sonderheft Gute Ärzte 2024

Die aktuelle „Stern“-Ärzteliste 2024 zeichnet 14 Fachbereiche des Klinikums Dortmund aus. Elf Spezialisten gehören demnach zu Deutschlands…

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Bild zeigt Jiadong Xia, Xuedong Wei und Prof. Truß

Seit Anfang des Jahres sind zwei Gastärzte aus China in der Urologischen Klinik des Klinikums Dortmund zu Besuch.

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Bild zeigt Sebastian Homann mit Masterarbeit an der Urologischen Klinik

Wissenschaftliches und praktisches Arbeiten gehen in der Klinik für Urologie des Klinikums Dortmund Hand in Hand.

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Mitarbeitende und Gäste feierten gemeinsam mit den leitenden Ärztinnen und Ärzten und Klinikum-Geschäftsführer Prof. Dr. Dr. Stefan Haßfeld die offizielle Eröffnung der neuen Onkologischen Ambulanz NI7 im Klinikzentrum Nord.

Neue Onkologische Ambulanz NI7 am Klinikum Dortmund - Standtort Nord - offiziell eröffnet.

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Bild zeigt Klinikdirektor Prof. Dr. Truß, Dr. Linda Busse, Carsten Schwarzer, Julia Frehse, Dr. Jakob Michaelis und Julia Neumann, die die Studie PRO-P im Prostatakarzinomzentrum betreuen.

Die Urologische Klinik des Klinikums Dortmund beteiligt sich an einer Studie, die innovative Wege für die Nachsorge bei Prostatakrebs untersucht.

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Endoskopisch-extraperitoneale, radikale Prostatektomie

Winzig und Wirkungsvoll: Schlüsselloch-Chirurgie bei Prostatakrebs - Endoskopisch-extraperitoneale, radikale Prostatektomie (EERPE)

Neue schonende Operationsmethode bei Prostatakrebs

Das Prostatakarzinom ist heute in fast allen entwickelten Länder die häufigste Tumorerkrankung des Mannes. Jährlich erkranken in Deutschland ca. 31500 Männer an Prostatakrebs und etwa 12000 sterben an den Folgen des Tumors. Damit ist dieser Krebs die zweihäufigste Krebstodesursache beim Mann nach dem Lungenkrebs, obwohl durch eine frühzeitige Entdeckung die Heilungschancen enorm gesteigert werden könnten.

Die gängigsten Behandlungsoptionen beim klinisch lokalisierten (auf die Prostata beschränkten), also heilbaren Prostatakarzinom sind heute entweder die verschiedenen operativen sowie die strahlentherapeutischen Verfahren (externe Strahlentherapie, Brachytherapie-"Seed-Implantation"). Je nach persönlicher Befundkonstellation (Alter, Vorerkrankungen, Voroperationen, körperlicher Untersuchungsbefund, PSA-Wert, pathologischer Befund der Gewebeprobe/"Gleason-Score" sowie ggf. Ultraschall- Röntgen- und nuklearmedizinische Untersuchungen) können heute individuell angepasste Behandlungsstrategien angeboten werden.

Die operative Therapie der Wahl bei einem lokal begrenzten Prostatakarzinom ist die vollständige Entfernung der Prostata einschließlich der Samenbläschen. Dieser Eingriff gehört zu den häufigsten tumorchirurgischen Eingriffen in der Urologie.

Neben den klassischen Schnittoperationen kommen auch minimal-invasive Therapieverfahren zur Anwendung. Solch ein schonendes Verfahren, die sogenannte "endoskopisch-extraperitoneale radikale Prostatektomie" (EERPE), wurde in den letzten Jahren an der Klinik und Poliklinik für Urologie am Universitätsklinikum Leipzig entwickelt, und seitdem von dem Leipziger Team und Professor Truß weiterentwickelt. Die überzeugenden Operationsergebnisse haben dazu geführt, dass das Verfahren seitdem von zahlreichen deutschen und europäischen Zentren übernommen wurde. Es ergänzt nicht nur bisher praktizierte operative Behandlungsmethoden, wie die Entfernung der Prostata über einen Bauch- oder Dammschnitt, sondern löst in einigen Zentren die offene Schnittoperation als first line Therapie des Prostatakarzinoms ab.

Wie funktioniert die EERPE?

Über fünf kleine Hautschnitte unterhalb des Bauchnabels führt der Urologe bei der EERPE kleine Instrumente in das Becken des Patienten ein. Ein am Anfang der Operation eingeführter Ballon drängt das Bauchfell und die dahinter liegenden Darmanteile zurück. In diesen "künstlichen" Hohlraum werden dann die Instrumente eingeführt, wobei es eine Kamera ermöglicht, das Operationsfeld auf einem Monitor in fünf- bis fünfzehnfacher Vergrößerung zu überblicken. Dadurch kann der Eingriff besonders exakt und schonend ausgeführt werden.

Vorteile des Verfahrens sind ein minimal-invasiver Zugangsweg, eine deutlich verbesserte Visualisierung des Operationsfeldes (Kameraoptik, Monitor), eine Reduktion des Blutverlustes während der Operation und eine exakte urethrovesikale Anastomose (neue Verbindung zwischen Harnröhre und Harnblase). Es resultieren daraus eine verkürzte Katheterverweildauer und eine schnellere Rekonvaleszenz der Patienten.

Die EERPE kombiniert die Vorteile eines minimal-invasiven Zugangsweges mit den Operationsschritten der klassischen "offenen" Methode.

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