Für ihre Gesundheit. Für unsere Stadt.

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Hernien („Gewebebrüche“)

Aufgrund individueller Disposition, bei Überbeanspruchung, bei Übergewicht oder nach Operationen kann es zum Auftreten von Schwächen in der Bauchwand kommen. In die sich bildende Muskellücke können sich Darmanteile einklemmen.

Krankheitsbilder

  • Leistenbruch
  • Nabelbruch
  • Schenkelbruch
  • Narbenbruch
  • Wiederholungsbrüche aller Art


Ein Gewebebruch (Hernie) tritt vergleichsweise häufig auf und verschwindet nicht von alleine. Außer im Falle einer akuten Einklemmung ist eine solche Hernie fast nie ein Notfall, sollte jedoch (außer bei harten Kontraindikationen) immer operiert werden, da die Brüche mit der Zeit immer größer werden und zunehmende Probleme verursachen können. Gerade bei Leistenbrüchen führt ein langes Aufschieben der Operation häufig zu unnötig großen Brüchen, die dann aufwendiger versorgt werden müssen und ein größeres Risiko für ein Rezidiv (Wiederauftreten) mit sich bringen.

Mit über 350 Eingriffen pro Jahr gehört die Hernien-Chirurgie zur professionellen Routineversorgung in unserer Klinik. Bei der Behandlung von Leistenbrüchen werden alle operativen Verfahren inklusive der endoskopischen Vorgehensweise mit sehr großer Sicherheit durchgeführt. Speziell bei jüngeren Patient:innen wird immer versucht, einen Defektverschluss mit körpereigenem Gewebe durchzuführen (Shouldice). Ansonsten wird beim offenen (Lichtenstein) oder endoskopischen Vorgehen (TEPP) ein Netz zur festen Stabilisierung implantiert. Besonders bei Patient:innen mit entsprechender beruflicher Belastung (z.B. schweres Heben) und Sportler:innen hat sich letzteres Verfahren sehr bewährt.

Ein weiteres Spezialgebiet stellt die Versorgung von großen Bauchwandbrüchen dar. Auch hier werden spezielle Netze zur Stabilisierung und Rekonstruktion der Bauchdecke - evtl. in Kombination mit plastischen Erweiterungseingriffen - implantiert. Der Erfolg dieser meist aufwendigen Operationen wird ganz wesentlich von der sehr engen Kooperation und Vorbereitung mit der fachbezogenen Physiotherapie mitbestimmt (postoperative Mobilisation, Atemgymnastik).

Operationsverfahren

  • minimal-invasive Verfahren:
    Total Extraperitoneale PATCH Plastik (TEPP), TAPP (trans-abdominelle Patch Plastik)
  • konventionelle Verfahren:
    OP nach Shouldice, OP nach Lichtenstein (mit Einlage eines Kunststoffnetzes), große Narbenhernienversorgungen mit Netzeinlagen bzw. Faszienplastiken
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