mediTALK-Abend in der Magistrale des Klinikums Dortmund

Gelenkersatz beschäftigt viele Menschen. Der Vortrag von Orthopädie-Chef Prof. Dr. Christian Lüring bescherte daher mediTALK ein volles Haus.

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MediTALK: Direktor der Orthopädie informiert über Knie- und Hüftersatz

Beim zweiten mediTALK am 13.12.2023 geht es um künstliche Gelenke. Prof. Dr. Christian Lüring, Direktor der Orthopädischen Klinik, beantwortet alle…

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Bild zeigt Dr. Rosery und Mohammad

Mohammad (8) kann dank aufwendiger OP in der Kinderorthopädie wieder laufen

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Bild zeigt Mitarbeiterin, die eine Ausgabe der Zeitschrift Focus Gesundheit betrachtet

So häufig wie noch nie: Das Klinikum Dortmund wurde in der diesjährigen Top-Ärzteliste 2023 des Magazins Focus Gesundheit gleich 30 Mal erwähnt.…

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Das Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung des Klinikums Dortmund wurde von der Initiative EndoCert der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und… zum Artikel

Wechsel-/Revisionsendoprothetik der Hüfte

Durch die begrenzte Standzeit aller Endoprothesen ist durch die hohe Anzahl der Prothesenimpl. in Deutschland zwangsweise auch die Zahl der Wechseloperationen gestiegen. Hauptgründe dafür sind Lockerungen, Luxationen, Verschleiß des PEs, periprothetische Infektion und Frakturen. Dabei können knöcherne Defekte auftreten, die am besten mit Fremdknochen aufgebaut werden sollten. Daher ist in spezialisierten Zentren auch die Notwendigkeit einer Knochenbank essentiell. Um der besonderen anatomischen Situation Herr zu werden, sind hier Revisionsprothesen (z.B. Burch-Schneider-Ring, Müllerpfannendachschale, tripolare Pfannen, modulare zementfreie Titan-Schäfte, Tumorprothesen, Beckenteilersatz) notwendig.

Weiterhin ist eine enge Zusammenarbeit mit der klinikinternen Mikrobiologie zur suffizienten antibiotischen Therapie bei periprothetischen Infektion Grundvoraussetzung, um eine keim- und patientenspezifische Therapie durchzuführen. Häufig ist je nach Keimlage, Dauer der Infektion und Weichteilsituation ein zweizeitiges Vorgehen bei Infektionen sinnvoll. Eigens hierfür wird durch Prof. Dr. med. Lüring entwickeltes international anerkanntes und vielfach in Zentren umgesetztes Therapieregime bei periprothetischen Infektion umgesetzt. Dies bedeutet auch, dass bei fast jeder Wechseloperation eine präop. Punktion zum Infektausschluss durchgeführt wird. Nach Infektausschluss erfolgt die terminierte Aufnahme mit den üblichen präop. Vorbereitungen (Aufklärung zur OP und Narkose, digitale Planungsröntgenbilder etc.) am Vortag. Je nach Operationsaufwand kann die Operation 2-3h dauern. In der Regel erfolgt die p.o. Verlegung der Patienten auf die chirurgische Intensivstation zur weiteren Überwachung.

Bei stabilen Kreislaufverhältnissen am Folgetag die Rückverlegung auf die periphere orthopädische Station. Die Mobilisation erfolgt mit Hilfsmitteln unter krankengymnastischer Anleitung bei Voll-/Teilbelastung oder temporäre Entlastung. Der stationäre Aufenthalt variiert individuell zwischen 7-14d. Bei periprothetischen Infektionen muss eine kalkulierte Antibiose über mehrere Wochen erfolgen. Eine AHB wird ebenfalls individuell eingeleitet. Falls die häusliche Versorgung nicht gewährleistet ist, wird sich unser Entlassungsmanagment die notwendigen Regelungen zur optimierter Versorgung Zuhause organisieren.

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